Stromzähler werden ausgewechselt

BÜRGLEN. In den nächsten Wochen werden in den Bürgler Ortsteilen Leimbach und Opfershofen die Stromzähler ausgewechselt und mit neuen Smart-Metering-Geräten ersetzt.

Hannelore Bruderer
Drucken
Moderne SmartMeter (rechts) läuten das Ende der alten Stromzähler ein. (Bild: Hannelore Bruderer)

Moderne SmartMeter (rechts) läuten das Ende der alten Stromzähler ein. (Bild: Hannelore Bruderer)

Es gibt zwei wesentliche Gründe, welche das gemeindeeigene EW Ost dazu bewogen hat, mit einer Austauschaktion bis Ende Jahr sämtliche Elektrozähler ihrer gut 200 Kunden in Leimbach und Opfershofen durch Geräte der neuesten Generation zu ersetzen. Zum einen müssen die Zähler, gemäss Bundesvorschrift, alle 15 Jahre neu geeicht werden, zum anderen steht 2013 ein weiterer Schritt in der Strommarktliberalisierung an, der es mit sich bringt, dass Verbrauchsdaten häufiger erfasst werden müssen.

Flächendeckender Ersatz

«Bei rund fünfzig Prozent der Kunden des EW Ost ist noch ein alter Elektrozähler mit schwarzem Gehäuse installiert», erklärt Gemeindeammann Armin Eugster. Diese könnten nicht mehr vorschriftsgemäss geeicht werden und hätten deshalb sowieso durch neuere Geräte ersetzt werden müssen. Die restlichen Zähler neueren Datums, bei welchen eine Eichung zwar möglich gewesen wäre, werden aber ebenfalls ersetzt.

Denn eine Rundsteuerung, welche es gestattet hätte, die kommende Verbrauchsdatenerfassung mit diesen Zählern durchzuführen, fehlt im Netz des EW Ost.

Die Aufrüstung des Netzes mit einer zusätzlichen Leitung für eine Rundsteuerung ist sehr aufwendig und entsprechend kostspielig. Deshalb hat sich der Gemeinderat um eine andere Lösung bemüht. Die Wahl fiel auf das Lesegerät SmartMeter, das in Europa bereits millionenfach im Einsatz ist.

Der Vorteil des SmartMeters ist, dass die Datenübermittlung direkt, und dies zweiseitig, über die bestehenden Stromleitungen erfolgt, was eine zusätzliche Rundsteuerung überflüssig macht.

So wird zukünftig der Zählerstand nicht mehr vor Ort bei den Kunden abgelesen, sondern er wird direkt im Werk abgerufen. Ebenfalls entfällt die Programmierung jedes einzelnen Gerätes, beispielsweise bei Zeitänderungen von Hoch- und Niedertarif, da diese nun im Werk zentral geschaltet werden können.

Die Geräte bieten aber noch mehr Vorteile. Rund dreissig Funktionen können direkt auf der Digitalanzeige des Gerätes abgerufen werden, die es dem Endkunden ermöglichen, seine Energieverbrauchswerte zu verbessern. Die genauere Datenerhebung ermöglicht es der Gemeinde zudem, ihren Stromeinkauf besser zu planen und so von günstigen Konditionen zu profitieren.

Aus Rückstellungen bezahlt

Die Kosten für die Umstellung auf die neuen Geräte betragen rund 150 000 Franken. Diese seien vollumfänglich durch die Rückstellungen des EW Ost gedeckt und stellten eine Wertvermehrung des Netzes dar, erläutert Armin Eugster. «Für die Stromkunden entstehen durch die Umstellung keine Mehrkosten.»

Aktuelle Nachrichten