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Streit um Kindergartenkinder

Konstanz. Die Stadt Konstanz will nicht mehr für deutsche Kinder bezahlen, die mit ihren Eltern in der Schweiz wohnen, aber in Konstanz in den Kindergarten gehen.

«Wer in der Schweiz wohnt, soll dort auch seine Kinder in den Kindergarten oder in die Schule schicken», ist die Meinung des Kreuzlinger Schulpräsidenten Jürg Schenkel.

«Einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz in Konstanz hat nur, wer in Konstanz wohnt», ist der Standpunkt des Konstanzer Dezernenten Claus Boldt.

29 Kinder betroffen

Gemeint sind in beiden Fällen Kinder mit deutschem Pass, die nicht in Konstanz wohnen, aber dort in den Kindergarten gehen. 29 gibt es davon in Konstanz. Schulpflichtige Kinder mit deutschem Pass leben in Kreuzlingen zurzeit 200. «Davon gehen rund 60 Prozent hier in die Schule», sagt Jürg Schenkel. «Die Tendenz ist steigend.» In den Kreuzlinger Kindergärten sind 30 deutsche Kinder angemeldet. 20 Kinder besuchen in Konstanz den Kindergarten.

Protest der Eltern

Nach dem Grundsatz «Konstanzer Kinder zuerst» will der Konstanzer Gemeinderat den Kindergärten nur noch Zuschüsse für Konstanzer Kinder zahlen. Für auswärtige Kinder würde es dann keine 300 Euro Personalkostenzuschuss mehr geben. Die Eltern der 29 Kinder müssten dafür aufkommen oder für ihren Nachwuchs einen anderen Kindergarten suchen. Die Regelung sollte ab September gelten.

In den vergangenen Wochen protestierten die betroffenen Eltern vehement dagegen und forderten, dass Kinder, die bereits einen Kindergarten in Konstanz besuchen, nicht unter diese Neuregelung fallen. Ein Wechsel des Kindergartens sei den Kindern nicht zuzumuten.

Kompromissvorschlag

Derselben Ansicht ist die Konstanzer Verwaltung zwar auch weiterhin nicht, trotzdem legte sie nun einen Kompromiss vor: Die Regelung für auswärtige Kinder soll erst ab September 2009 gelten. Vorausgesetzt, die Eltern arbeiten oder studieren in Konstanz, was bei 20 der 29 Kinder der Fall ist. (bau)

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