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Streit um das Geld der Mäzenin

Rund 250 Gäste verfolgten am Samstag das Singspiel «Der angezogene Irrsinn» in Bürglen. Theatermacher Enrico Cesare ist sehr zufrieden mit dem Gezeigten.
Erwin Schönenberger
Peter Ewert spielt als «Claus von der Hellen» auch mal einen Schwan zu den Klängen von Tschaikowskis «Schwanensee». (Bild: Erwin Schönenberger)

Peter Ewert spielt als «Claus von der Hellen» auch mal einen Schwan zu den Klängen von Tschaikowskis «Schwanensee». (Bild: Erwin Schönenberger)

BÜRGLEN. «In diesem Theater kackt nicht mal der Hund professionell», schimpft der genervte Regisseur des Theaters, das im Stück dem Untergang geweiht ist. Weshalb das Ensemble vor dem Nichts steht, erfahren die Besucher in der Mehrzweckhalle schnell. Zu gross ist das Chaos im Stück «Der angezogene Irrsinn» vom Cesare piccolo Teatro.

«Ja, das Studium der Bühne ist schwer», singen die Akteure am Schluss ihres unterhaltsamen Singspiels. Ja, schwer hat es dieses fiktive Ensemble allemal. Nicht schwer haben es dafür die Darstellerinnen und Darsteller aus Fleisch und Blut, das Publikum in Bürglen mit ihren Liedern und Arien aus der ganzen Musikwelt zu begeistern.

Musik und Spiel wechseln ab

Gelungen ist bei der Inszenierung des Cesare piccolo Teatro die Verbindung von musikalischer Vielfalt mit einer Handlung, bei der man fast etwas Mitleid mit dem arg gebeutelten Theaterpersonal bekommt. Enrico Cesare ist es gelungen, ein Singspiel zu schreiben, das einerseits von der Musik und andererseits von einem Team mit ausgezeichneten Sängerinnen und Sängern lebt. Cesare unterlegt Liedern und Arien aus verschiedensten Epochen einen Text, der zum Ablauf des chaotischen Geschehens des angeschlagenen Theaters passt. Da wird aus Rossinis «Buona Sera» halt «Dies Theater ist ein Irrenhaus» oder aus Schuberts «Am Brunnen vor dem Tore» der Titel «Unglaublich dies Theater».

Viele Schauspielerinnen und Schauspieler – darunter mit Ursula Hautle und Mathias San Martin auch zwei Bürgler – übernehmen im Verlauf des Stücks mehrere Rollen. Ein Genuss, ihnen zuzuschauen, wie sie neben herrlichen Singstimmen trotz der Enge des Schauplatzes viel schauspielerisches Können zeigen. Ob das Theater im Stück dank einer Mäzenin doch noch weiterbestehen wird, bleibt offen.

In kurzer Zeit bühnenreif

Das Team unter der musikalischen Leitung von Rolf Bolli durfte zum Schluss den Auftritt mit herausgeklatschten Zugaben abrunden. «Ich bin sehr zufrieden mit der Aufführung», sagt Regisseur Enrico Cesare. «Wir haben in der kurzen Probezeit das Beste aus den Mitwirkenden herausgeholt.»

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