Streicheln über den glatten Beton

ARBON. Jetzt wird auch das dritte Arboner Sekundarschulzentrum aufgerüstet: Danach sehnen sich Schüler und Lehrer schon lange. Die Hülle des Ergänzungsbaus im «Reben 25» steht. Der Schulschluss soll bereits in der neuen Aula gefeiert werden.

Max Eichenberger
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Viel Licht strömt im künftigen Spezialraum Werken/Textil ein. (Bild: Max Eichenberger)

Viel Licht strömt im künftigen Spezialraum Werken/Textil ein. (Bild: Max Eichenberger)

ARBON. Die Schulbürger hatten am Wochenende Gelegenheit, einen Blick in den Rohbau zu werfen. Dieser steht winterdicht, so dass witterungsunabhängig die Innenausbauten folgen können. Die Installationen für Lüftung, Heizung, Sanitär und Elektrisch sind soweit abgeschlossen.

Spezialräume, Aula, Verwaltung

Schulpräsident Hanspeter Keller zufolge wird nächtens der Unterlagsboden gegossen. Dann kommen Gipser, Bodenleger und Maler zum Zuge. «Wir sind auf Kurs.» Schulleiter Albert Kehl hegt Vorfreude: «Wenn weiter alles rund läuft, können wir die Feier zum Abschluss des Schuljahres 2011/12 bereits in der neuen Aula durchführen.» Aus heutiger Sicht sei dieses Ziel realistisch, so Keller. Der neue Schultrakt wird vor allem Spezialräume beinhalten: Schulküche, Informatik, Werken/Textil, Metall- und Holzbearbeitung. Heute hat die Schulgemeinde dafür extern Räume zugemietet; der Altbau ist bis unters Dach voll belegt. Bis anhin fehlte auch eine Aula. Sie kann nun endlich realisiert werden. Im «Reben 25» wartet man schon lange auf die neuen Räume. 1971 hatten die Schulbürger noch Nein gesagt zu einem Baukredit. Nachdem das Rebenschulhaus «4» erneuert und das Sekundarschulzentrum Stacherholz erweitert und saniert worden ist, wird nun auch im «Reben 25» aufgerüstet. 6,95 Mio. Franken haben die Schulbürger im März 2010 für das Projekt von Stucky & Schneebeli (Büro S2, Zürich) gesprochen. Darin ist eine Reserve enthalten von 250 000 Franken. SSG-Präsident Keller zufolge kann man jetzt, da auch die letzten Arbeiten vergeben worden sind, sagen, dass dieser Kreditrahmen ausreichen wird.

«Qualität sehr hoch»

Lob gab es bei der Begehung für die architektonische Gestaltung mit den im rechteckigen Haus angeordneten tragenden Kernkörpern, welche die strenge Geometrie aufbrechen und eine erfrischende Spannung erzeugen. So strömt viel Licht in die offenen Räume. Mit der Hand streichelt Baukommissionspräsident Kurt Straub den Beton: «Man sieht und fühlt: Die Betonqualität ist sehr hoch.» Bauleiter vor Ort im Mandat ist Markus Berger (Quarella Architekten, St. Gallen). Rundum hat es grossflächige Fenster.

Schiebeläden aus Alu

Eine Besonderheit des Baus ist die vorgehängte Fassade aus eloxiertem Aluminium-Streckmetall in fünf erdigen Farbtönen. Diese Schiebeläden sind hinterlüftet. Der Bau wird im Minergie-Standard erstellt. Im separat erschlossenen Untergeschoss wird die Schulverwaltung (210 Stellenprozente) integriert: mit dem Büro des Schulpräsidiums, einem Sitzungszimmer und Nasszellen. Darunter gibt es eine Einstellhalle für 16 Fahrzeuge. Vier Besucherparkplätze werden vor der Schulverwaltung markiert.