Strassen sind wieder offen

KRADOLF-SCHÖNENBERG. Die Räumungsarbeiten sind weitgehend abgeschlossen, die Verkehrswege sind wieder frei. Doch behoben sind die vom Unwetter verursachten Schäden noch lange nicht.

Rita Kohn
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Schwemmholz, Schlamm und Geröll stauen den Bach. Das muss die nächsten Tage herausgeholt werden. (Bild: Reto Martin)

Schwemmholz, Schlamm und Geröll stauen den Bach. Das muss die nächsten Tage herausgeholt werden. (Bild: Reto Martin)

Fast eine Woche lang waren in Kradolf-Schönenberg mehrere Strassen gesperrt. Das Unwetter vom letzten Sonntag hatte ganze Strassenabschnitte unterspült oder mit Schutt und Erde zugeschüttet. Nun sind alle Strecken wieder befahrbar. Gemeindepräsident Walter Schönholzer sagt, dass die betroffenen Strassenbereiche am späten Freitag wieder für den Verkehr freigegeben werden konnten, wenn auch teilweise mit Einschränkungen.

Holz aus steilem Tobel

Für die Heldswilerstrasse etwa wird die Öffnung nur vorübergehend sein. «In den nächsten Tagen werden wir die Strasse erneut sperren müssen», kündigt Walter Schönholzer an. Denn dann wird die Heldswilerstrasse vorübergehend zum Lager von Holz und Schutt. Das hat sich im steilen Tobel hinter dem Teigi-Areal angesammelt und muss nun gehoben werden, damit es nicht erneut den Bach stauen kann.

Die Bergung ist aber gar nicht so einfach. «Das Tobel ist viel zu steil, um das einfach rauszuholen», erklärt Walter Schönholzer. Deshalb habe man sich an einen Spezialisten aus den Bergen gewandt. Der wird nun in den nächsten Tagen eine Seilbahn einrichten, mit der das Schwemmgut aus dem Tobel transportiert werden kann. «Dafür müssen wir auf jemanden zurückgreifen, der grosse Erfahrung mit solchen Verhältnissen hat.»

Neuaufbau der Strasse

Die Folgen des Unwetters werden die Gemeinde Kradolf-Schönenberg noch eine Weile beschäftigen. Denn die Heldswilerstrasse muss auf einem Teilstück von rund 40 Metern saniert werden. Da, wo sie unterspült wurde, muss die Strasse neu aufgebaut und mit einem Deckbelag versehen werden. Die Kosten für die Strassensanierung trägt die Gemeinde.

«Die öffentliche Hand kann sich nicht versichern», erläutert Gemeindepräsident Walter Schönholzer. So müssen die Steuerzahler für die Unwetterschäden an der Infrastruktur aufkommen. Wie hoch diese sind, kann Walter Schönholzer noch nicht sagen. Die Gesamtschadensumme in Kradolf beträgt aber weit über 10 Millionen Franken.

Walter Schönholzer Gemeindepräsident Kradolf-Schönenberg (Bild: Nana do Carmo)

Walter Schönholzer Gemeindepräsident Kradolf-Schönenberg (Bild: Nana do Carmo)