Strassen-Gegner bleiben aktiv

Mit der traditionellen Südumwanderung setzen zwei Organisationen ein Zeichen im Kampf gegen die Oberlandstrasse.

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Teilnehmer der Südumwanderung unterwegs. (Bild: pd)

Teilnehmer der Südumwanderung unterwegs. (Bild: pd)

KREUZLINGEN. Bei sommerlicher Hitze machte sich am letzten Augustsonntag wiederum eine Schar unentwegter Frauen und Männer auf zur Südumwanderung von Münsterlingen zur Wildsauenhütte ob Kreuzlingen. Der von dem Seerücken-Komitee und dem Verein zum Schutz von Kulturland organisierte Anlass soll in Erinnerung rufen, dass die Gegnerschaft einer OLS, einer neuen Hauptstrasse von Amriswil nach Kreuzlingen, weiterhin aktiv sei, und bereit zu reagieren, heisst es in einer Mitteilung.

Mehr Druck wegen Expo

Die Durchführung einer Expo 2027 in der Ostschweiz könnte Druck machen auf den Bund, Geld für die Finanzierung der BTS locker zu machen. Diese Befürchtung und weitere Fragen konnten auf der Wanderung mit GLP-Kantonsrat Klemenz Somm, dem dritten Ständeratskandidaten, besprochen werden. Beim Reuthof gab es einen ersten Verpflegungshalt, bei der Wildsauenhütte nach drei Stunden Wanderung die verdiente Mittagsverpflegung für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Ueli Ryter, Präsident des Komitees zum Schutz des Seerückens, und Matthias Rutishauser, Präsident des Vereins zum Schutz von Kulturland in ländlichen Gemeinden, führten durch die Generalversammlung. Klemenz Somm informierte über die Kontaktnahme zu Bundesrätin Doris Leuthard und Regierungsrätin Carmen Haag. Letzterer konnten einige Problemstellen einer OLS vor Ort gezeigt werden. Die Frauen hätten die Anliegen der Strassen-Gegnerschaft ernsthaft entgegengenommen, wurde gesagt.

Ueli Ryter tritt zurück

Die beiden Vereine haben zusammen rund 600 Mitglieder. Die «Kriegskassen» seien nach wie vor solide gefüllt. Ueli Ryter will künftig etwas kürzertreten. Er stellt sein Präsidialamt zur Verfügung. Die Vorstände wurden bestätigt und sind bereit weiterzumachen. (red.)