«Strasse kann Verkehr aufnehmen»

ARBON. Auf der Bressan-Wiese im Seegarten ist eine grosse Wohnüberbauung geplant. Den zusätzlichen Verkehr könne die als Erschliessung vorgesehene Strasse aufnehmen, heisst es bei der Stadt. Anwohner zweifeln. Die Stadt will informieren.

Max Eichenberger
Drucken
Teilen
Die Seestrasse, im Hintergrund die Seemoosholzstrasse, links die Hotelzufahrt und das Bressan-Areal. Laut Stadt ist der Mehrverkehr tragbar. (Bild: Max Eichenberger)

Die Seestrasse, im Hintergrund die Seemoosholzstrasse, links die Hotelzufahrt und das Bressan-Areal. Laut Stadt ist der Mehrverkehr tragbar. (Bild: Max Eichenberger)

«Vom Ausbau und der Kapazität her genügt die Strasse, um die Zufahrt zur künftigen Wohnüberbauung sicherzustellen und dieses Areal entleeren zu können.» Sie könne die erwartete zusätzliche Verkehrsmenge problemlos bewältigen, tritt Stadtpräsident Andreas Balg den Befürchtungen entgegen.

Auf Studie abgestützt

Balg stützt sich auf eine Studie ab, die 2010 gemacht worden ist. Im 28 864 Quadratmeter grossen Bressan-Areal, das noch Wiesland ist, sieht ein Gestaltungsplan eine Überbauung mit 289 Wohneinheiten vor. Anwohner kritisieren die geplante Erschliessung über die See- und untere Seemoosholzstrasse. Sie fürchten einen Mehrverkehr, der für das Quartier nicht tragbar sei. Entsprechende Bedenken hatten sie bereits vor drei Jahren geäussert, als die überarbeiteten Planungsabsichten bekannt wurden. Jetzt liegt der Gestaltungsplan jedoch unverändert auf – was Einsprachen nach sich zieht.

Stadt will öffentlich informieren

Stadtpräsident Balg hat auf die Kritik mit der Ankündigung einer Informationsveranstaltung reagiert. Und gleichzeitig bedauert, «dass aus jedem Entwicklungsraum in Arbon eine grosse Geschichte gemacht wird». Dass es «einige Vorbehalte und Fragen» gebe, wisse man; darum werde die Stadt auch öffentlich informieren. Dies aber, nachdem die Auflagefrist abgelaufen ist. Laut Thomas Wiegand, Fachbereich Raumplanung/Umwelt, findet dieser Infoanlass am 28. Mai im Hotel Seegarten statt. Dann werde nicht nur der Gestaltungsplan Thema sein, sondern auch der Verkehr angesprochen und der Aspekt Sicherheit, dem noch die nötige Beachtung zu schenken sein werde. Die Situation werde sich gegenüber der Grundlage der Studie nämlich anders darstellen.

Auch Schulhaus kommt

Denn im Sommer 2016 wird das Seegarten-Schulhaus in Betrieb gehen. 2010 war dies in der Betrachtung noch unberücksichtigt. Was aber am Fazit nichts ändere, sagt Wiegand: «Die Aussage bleibt, dass die Seemoosholzstrasse das zusätzliche Verkehrsaufkommen tragen kann.» Weil das stark gewachsene Quartier zwischen Romanshornerstrasse und See an einer einzigen Erschliessungsstrasse hängt, empfahl die Studie, den Knoten Rüti-/ Romanshornerstrasse zu einem Kreisel umzufunktionieren. Der sei inzwischen realisiert.

Thomas Wiegand Fachbereichsleiter Raumplanung/Umwelt

Thomas Wiegand Fachbereichsleiter Raumplanung/Umwelt

Aktuelle Nachrichten