Stimmiger Auftakt, auch vom See aus

Festival», steht auf Wegweisern. Über die Schifflände, den Gallusweg und von der Bahnhofstrasse her trudeln kleine Grüppchen ein: Open-Air-Oldies, viele Mittzwanziger, einige Kinder sind auch dabei. Sie folgen den Pfeilen in Richtung See. Es ist 15.50 Uhr, heiss, und Rushhour.

Tanja von Arx
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Festival», steht auf Wegweisern. Über die Schifflände, den Gallusweg und von der Bahnhofstrasse her trudeln kleine Grüppchen ein: Open-Air-Oldies, viele Mittzwanziger, einige Kinder sind auch dabei. Sie folgen den Pfeilen in Richtung See. Es ist 15.50 Uhr, heiss, und Rushhour.

In Flip-Flops über Kies

Die App auf dem Handy zeigt satte 27 Grad an. Sommerwetter, und Summerdays-Zeit. In Sandalen und Flip-Flops flanieren die Besucher über Kies und rote Kunststoffplatten. Von der Quaiwiese ist nicht mehr viel zu sehen, die schützenden Platten machen ein dunkles Gässchen draus. Manche verpflegen sich auf dem Weg mit einem Möhl, ein paar machen halt in der «Wunderbar», und jemand hat einen Grill aufgestellt.

«Bändeltausch» steht an einem Zelt beim Eingang, «Bändeltausch und Cashless» am andern. «Ah! Laden wir unsere Karte doch noch gleich auf», hört man hie und da, als die Leute den Schriftzug lesen. Seit letztem Jahr kann man nur noch bargeldlos bezahlen.

Angst, den Anfang zu verpassen

Es tummelt sich eine Warteschlange, das Treiben ist hektisch. Manche fürchten, den Auftakt von «Fish», dem Kopf der Musikgruppe Marillion, zu verpassen. Andere haben einfach wenig Geduld. Rascher als noch vorhin macht man sich auf zur Bühne.

Der Fliegerdenkmalplatz ist mit Palmen und Lounge-Möbeln zu einer Oase umfunktioniert: Hier lässt es sich gemütlich auf die Musik einstimmen. Wellen klatschen an die Steintreppen, der Blick zum See zeigt einem Boote, mittelgrosse und kleine, von denen aus weitere Besucher das Treiben aus der Ferne betrachten. Gelassen, im kleinen Kreis. Es gibt Apéro, man prostet sich mit Gläsern zu. Gute Gespräche sind bis ans Ufer zu hören.

An der Quaimauer sitzen Festivalbesucher adrett aufgereiht nebeneinander. Einige haben sich einen Platz gesichert, wenige haben auch einen Klappstuhl dabei. Als Fish die Bühne betritt, bricht Jubel los. Pünktlich um Viertel nach vier hallen die ersten Töne übers Ufergelände – man hört sie gut bis in die Altstadt.