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Stimmen begeistern mit Barock

Nachdem der Oratorienchor Kreuzlingen sich in den letzten Konzerten vor allem romantischen Werken widmete, stand am Sonntag ein barockes Programm mit Werken von Buxtehude, Schein und Bach an.
Christof Lampart
Der Oratorienchor Kreuzlingen und die Solisten bekommen Applaus. (Bild: Christof Lampart)

Der Oratorienchor Kreuzlingen und die Solisten bekommen Applaus. (Bild: Christof Lampart)

KREUZLINGEN. Am Sonntag hallten barocke Klänge durch die Kirche St. Stefan, das Gotteshaus von Kreuzlingen-Emmishofen. Der Oratorienchor Kreuzlingen sang unter der musikalischen Leitung von Annedore Neufeld. Die Darbietung entpuppte sich als ein Konzert, das neben einem sehr bekannten Hauptwerk – Johann Sebastian Bachs Kantate «Ich hatte viel Bekümmernis» (BWV 21) – auch eingefleischten Barockmusikfans Neues zum (Wieder-)Entdecken bot.

Freudvoller Beginn

Dieterich Buxtehudes Choralkantate «Alles, was ihr tut mit Worten oder Werken», dürfte wohl den meisten Konzertbesuchern im fast vollen Gotteshaus wenig geläufig gewesen sein. Das vorwiegend fröhlich-beschwingt klingende und Gott lobpreisende Stück ist aus verschiedensten sakralen Textpassagen zusammengesetzt.

Auf genauso wenig Bekanntheit bei den Zuhörern traf Johann Hermann Scheins Motette «Was betrübst du dich, meine Seele?»; eine ebenso bewegte wie bewegende Vertonung das Psalms 42, 5. Mit Buxtehudes freudvollem Werk wurde dem Auditorium genau ein solcher Auftakt ins fünfviertelstündige Konzert geboten. Dirigentin Annedore Neufeld trieb den Chor, der an diesem Abend zu Beginn etwas schleppend wirkte, unermüdlich an. Dies lohnte sich auch, wie sich zeigte. Je länger das Konzert nämlich dauerte, desto mehr verschmolzen die Stimmen zu einer homogenen Einheit, als welche Musikfreunde den Chor in den vergangenen Jahren so oftmals kennen und schätzen lernen durften.

Kräftige und leichte Stimmen

Auch die beiden Solisten wussten zu glänzen. Die Sopranistin Miriam Feuersinger überzeugte mit einer warmen, kräftigen Stimme, die zudem auch in der Intonation makellos war. Des Bassisten Marcus Niedermeyrs Gesang bestach durch eine schöne Mittellage; seine Stimme wirkte wohltuend leicht und transparent zugleich. Beide Solisten hielten ausserdem ihr bemerkenswertes Niveau über das ganze Konzert hinweg durch. Ihr gutes Zusammenspiel gipfelte in Bachs Kantate im innigen Wechselgesang von Seele (Sopran) und Christus (Bass).

Den guten Gesamteindruck rundete das Bodensee-Barockorchester ab, das Chor und Solisten klanglich stringent begleitete. Das Publikum bedankte sich auf jeden Fall am Ende mit einem gleichermassen kräftigen wie verdienten Applaus fürs Dargebotene.

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