Steuererhöhung für ausgewogene Zahlen

SCHÖNHOLZERSWILEN. An der Budgetversammlung haben die Stimmberechtigten von Schönholzerswilen den Steuerfuss um zehn auf 60 Prozent erhöht. Sie bewilligten auch einen Nachtragskredit für die Sanierung einer Wasserleitung und verabschiedeten Hans Möckli.

Monika Wick
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Anita und Hans Möckli beim Probesitzen auf dem Abschiedsgeschenk – einem «Schwiler» Bänkli. (Bild: Monika Wick)

Anita und Hans Möckli beim Probesitzen auf dem Abschiedsgeschenk – einem «Schwiler» Bänkli. (Bild: Monika Wick)

«Die finanziellen Mittel werden in den nächsten Jahren knapper», sagt Gemeindeammann Fredy Oettli an der Budgetversammlung von Schönholzerswilen. Deshalb will der Gemeinderat den Steuerfuss um zehn Prozentpunkte auf 60 Prozent erhöhen. Grund für den Geldabfluss seien die gestiegenen Aufwände wegen zusätzlicher Aufgaben sowie die Erhöhung der Stellenprozente beim Personal der Gemeindeverwaltung.

«Für Schönholzerswilen wurden die Kantonsbeiträge für das laufende Jahr bereits um 42 500 Franken gekürzt. Wenn wir den Steuerfuss nicht über den kantonalen Schnitt anpassen, wird uns der Strukturbeitrag bis 2017 gänzlich gestrichen», sagt Oettli. Das mache dann weitere rund 170 000 Franken aus.

Premiere für Fredy Oettli

15 Prozent der Stimmberechtigten kommen in den Mehrzwecksaal Schönholzerswilen. Von den 83 Anwesenden heissen 73 die Steuererhöhung gut, zwei sind dagegen. Für den Gemeinderat um Gemeindeammann Fredy Oettli, der zum ersten Mal eine Gemeindeversammlung leitet, ein guter Start.

Auch beim zweiten wichtigen Traktandum, dem Nachtragskredit für die Sanierung der Wasserleitung zwischen Leutenegg und Unterleutenegg unterstützen die Stimmbürger den Gemeinderat. Grossmehrheitlich bewilligen sie zusätzlich zu den bereits vor einem Jahr gutgeheissenen 57 000 Franken nochmals 50 000 Franken für die Sanierung der ältesten noch bestehenden Wasserleitung in der Gemeinde. Die Eternitleitung stammt aus dem Jahr 1953 und es zeigte sich, dass sie diverse Brüche aufweist. Die Sanierung musste überarbeitet werden, was Mehrkosten nach sich zog.

Für das kommende Jahr budgetiert der Gemeinderat einen kleinen Rückschlag von knapp 3000 Franken. Ausgaben und Erträge halten sich mit je rund 1,82 Millionen Franken fast die Waage. Die Abrechnung beruht bereits auf der Grundlage des erhöhten Gemeindesteuerfusses von 60 Prozent.

Zwei Abgänge im Gemeinderat

«Im März 2015 werden die Gemeinderäte Pius Bucher und Daniela Schwager nicht mehr zu den Erneuerungswahlen der Gemeindebehörden antreten», informiert Fredy Oettli. «Durch den Wegzug von Lisi Frei muss auch das Amt eines Suppleanten für das Wahlbüro neu besetzt werden», sagt er weiter. Das Wahlkomitee – bestehend aus Präsident Reto Aeschbacher, Ruedi Rüegger, Andreas Eberle, Markus Zürcher und Brenda Zuckschwerdt – hofft, am Neujahrsapéro bereits erste Kandidaten vorstellen zu können.