Sterntaler

Der Chretzer blickt gerne mal gen Himmel. Dummerweise schafft er es nie, sich da oben zu orientieren. Nicht einmal das Sternbild der Fische erkennt er ohne Hilfe. Entsprechend dankbar ist er für die Existenz des Planetariums, in dem astronomischen Analphabeten auf die Sprünge geholfen wird.

der Chretzer
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Der Chretzer blickt gerne mal gen Himmel. Dummerweise schafft er es nie, sich da oben zu orientieren. Nicht einmal das Sternbild der Fische erkennt er ohne Hilfe. Entsprechend dankbar ist er für die Existenz des Planetariums, in dem astronomischen Analphabeten auf die Sprünge geholfen wird. Und deshalb freut er sich über die öffentlichen Gelder, die für die neue Projektionsanlage gesprochen wurden. Im Rechnen ist der Chretzer besser. 640 000 kostet die Anlage, die Stadt zahlt 100 000, der Lotteriefonds 400 000, die Mitglieder der Astronomischen Vereinigung 10 000: Fehlen noch 130 000 Franken. Private Sponsoren sind gesucht. Und man kann sie wohl nicht mit den Teleskopen der Sternwarte ausmachen. Theoretisch könnte man die Astrologen bitten, in den Horoskopen nachzuschauen, wer gerade spendabel ist. Praktisch können wir die Möglichkeit ausschliessen. Die Blösse werden sich die Wissenschafter kaum geben. Bleibt also der altmodische Weg: Spenden sammeln über Öffentlichkeitsarbeit in der Zeitung. Für die Nachhilfe revanchiert sich hiermit

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