STEINACH: Striptease zum Abschied

Nach neun Jahren ist in Steinach die Pfarreibeauftragte Martha Heitzmann würdig im Rahmen eines Fasnachtsgottesdienstes verabschiedet worden. So farbig, wie sie sich in all den Jahren gab.

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Die Ära Martha Heitzmann endete nach neun Jahren. (Bild: Fritz Heinze)

Die Ära Martha Heitzmann endete nach neun Jahren. (Bild: Fritz Heinze)

In der Kirche hätten eben alle Farben Platz, sagte Heitzmann in ihrer letzten Predigt. Dass sie danach ihre Tunika, die Bekleidung, die sie jeweils an Gottesdiensten trug, demonstrativ auszog und an ­einen Bügel hängte, war ein Zeichen ihrer nun erledigten ­Arbeit. Einen Teil ihrer Abschiedspredigt goss sie in Verse und sprach darin auch die Situation in der Kirche an: «Und mengisch denk i so im Stille, villicht wär’s au Gottes Wille, neui These a d Chiletür z schriibe.»

Thematisiert hat Martha Heitzmann auch die Situation der Frauen in der Katholischen Kirche – Probleme, die sie schon immer belasteten und beschäftigten. Sie habe in ihrer Arbeit Zeichen gesetzt, betonte Andreas Popp, Präsident des Kirchenverwaltungsrates. (he/red)