Steinach macht sich Steuergeschenk

Die Steinacher sagen Ja zur Steuerfusssenkung um drei Prozent, zum neuen Tanklöschfahrzeug, zur Sanierung der Schöntalstrasse und zur Erstellung eines Glasfasernetzes für 1 960 000 Franken.

Fritz Heinze
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STEINACH. Seit Januar ist Steinach eine Einheitsgemeinde. Am Dienstag fand also die erste Bürgerversammlung der Einheitsgemeinde statt. Trotzdem kamen nicht viele Bürger. Es waren gerade mal 218 der 2135 Stimmberechtigten. Sie folgten allen Anträgen des Gemeinderates und sagten Ja zum Kauf eines Tanklöschfahrzeugs für die Feuerwehr, zur Erstellung des Glasfasernetzes und zur Sanierung der Schöntalstrasse. Mit den Erläuterungen zu den Geschäften fanden diese wichtigsten Verhandlungspunkte eine fast einstimmige Akzeptanz.

Steuersenkung angenommen

Einen erstmaligen Auftritt an der Bürgerversammlung hatten die vier neugewählten Gemeinderäte und Gemeinderätin Cornelia Letti als Schulratspräsidentin. Erstmals als Einheitsgemeinde vereint, wurde die Versammlung nicht in zwei Teilen durchführt und die Rechnung der Schule ein letztes Mal ausserhalb der Gemeinderechnung behandelt. Sie schliesst gegenüber dem Budget mit einem Plus von 410 000 Franken. Im Zentrum stand der Ertragsüberschuss von 1,34 Millionen Franken in der Laufenden Rechnung der Politischen Gemeinde. Dieser Gewinn war der Grund für den Antrag des Gemeinderates, den Steuersatz um drei Prozent auf neu 124 Prozent zu senken. Das Budget für das laufende Jahr ist ausgeglichen. Sowohl die Jahresrechnung der Gemeinde als auch der Voranschlag mit Steuerfusssenkung, die Rechnung der Schulgemeinde und der Elektra wurden angenommen. Allerdings nicht ganz diskussionslos. In Frage stellte ein Votant die Prognose von Gemeindepräsident Roland Brändli, der davon ausgeht, dass sich für Steinach die finanzielle Seite künftig positiv entwickeln wird.

«Ordnung schaffen»

Im letzten Traktandum der Versammlung informierte Roland Brändli über einige pendente Projekte, die auf viel Interesse stiessen. Die im vergangenen Jahr heftig diskutierte Dorfplatzgestaltung wurde im Rahmen der neuen Zusammensetzung des Gemeinderates inhaltlich verändert. Das als «Gestaltung Dorfzentrum» bezeichnete Projekt steht nun unter dem Motto «Ordnung schaffen, Leben schaffen, Reserve erhalten». Der Gestaltungsplan Zentrum Nord nördlich der Hauptstrasse sei in Erarbeitung, so der Gemeindepräsident. Ebenso sei die Schätzung der Grundstücke erfolgt. Brändli rechnet mit weiteren Informationen an der nächsten Bürgerversammlung.

Zum Thema Hochwasserschutz Steinach mit einem allfälligen Neubau der SBB-Brücke war zu erfahren, dass eine Machbarkeitsstudie erstellt wurde, die die Voraussetzungen für Verhandlungen mit den SBB darstellt.

Gute Bilanz

Ruhig verliefen die Diskussionen an der Bürgerversammlung, die gut zwei Stunden dauerte. Für Gemeindepräsident Roland Brändli eine erfreuliche Tatsache: «Die Anträge gingen problemlos durch. Dass die Steuersenkung ohne Gegenstimmen passierte, überrascht mich.»

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