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STEINACH: Bald Ende Feuer im Buholz?

Nach der Stilllegung des Pistolenstandes 2009 droht den Schützen nächstes Jahr auch das Aus der 300-Meter-Schiessanlage. Die Krux: Es gibt keine Ersatzteile mehr.
Max Eichenberger
Die Schiessanlage in Obersteinach ist in die Jahre gekommen. Denkbar ist, dass nur noch dieses Jahr hier geschossen wird. (Bild: Max Eichenberger)

Die Schiessanlage in Obersteinach ist in die Jahre gekommen. Denkbar ist, dass nur noch dieses Jahr hier geschossen wird. (Bild: Max Eichenberger)

Max Eichenberger

max.eichenberger@thurgauerzeitung.ch

Einst gab es in Steinach zwei Schiessvereine: die Feld- und dieMilitärschützen. Fusioniert haben sie dann 1963 zum Schützenverein. Mit den Pistolenschützen hat sich vor neun Jahren eine Untersektion aufgelöst. Gleichzeitig verfügte der Kanton St. Gallen die Stilllegung der Pistolenschiessanlage Haslen an der Rorschacherstrasse. Betrieben wird heute noch der 300-Meter-Schiessstand im Buholz in Obersteinach, in einer Senke südlich des Zubringerviadukts.

Das letzte Vierteljahrhundert habe die Anlage noch ohne grössere Nachrüstung «verhebbt», sagt der zuständige Gemeinderat Andreas Popp, der unweit des Schützenstandes einen Landwirtschaftsbetrieb führt. Jetzt könnte das Ablaufdatum näher rücken. Denn Ersatzteile gibt es keine mehr für die veraltete Anlage. Die Firma Sius, Herstellerin elektronischer Trefferanzeigen, hat den Servicevertrag gekündigt. 2018 jedenfalls soll im Buholz noch geschossen werden können. Bei einem allfälligen Defekt könnte der Betrieb danach nicht mehr gewährleistet werden.

Optionen: Sanierung oder Gastrecht in Berg oder Horn

Die Gemeinde als Eigentümerin der Anlage beschäftigt jetzt die Frage, was mit dem Schiessstand passieren soll: Sanierung – oder dann Stilllegung verbunden mit dem Einkauf des Gastrechts in einer Nachbargemeinde. Spruchreif ist noch nichts. Andreas Popp zufolge prüft die Behörde verschiedene Optionen. Bis Ende Februar werde der Gemeinderat entscheiden. «Wir haben –intern – einen Kostenrahmen für eine mögliche Erneuerung festgelegt.» Dessen Höhe werde aber nach aussen nicht kommuniziert.

Mit den Gemeinden Berg/SG und Horn würden anderseits Gespräche über ein Beteiligungsmodell geführt. Denkbar wäre, dass sich Steinach an den Betriebskosten einer bestehenden Anlage beteiligt. Bei der Abwägung spielten, so Popp, verschiedenen Faktoren hinein, von Immissionen bis zu finanziellen Aspekten. Laut gesetzlichem Auftrag haben die Gemeinden sicherzustellen, dass Armeeangehörige ihre ausserdienstliche Schiesspflicht erfüllen können. Wo, ist allerdings einerlei. Popp zufolge gibt es zwischen siebzig und achtzig Schiesspflichtige in der Gemeinde.

Schützenverein fühlt sich im Buholz erdverbunden

Bis jetzt organisiert der Schützenverein die sogenannten obligatorischen Bundesübungen auf seiner «Homebase». Auf dessen Fortbestand könnte der Behördenentscheid einen Einfluss haben. «Wir würden gerne im Buholz weiterschiessen», sagt Präsident Edgar Schneider. Dem Verein sei aber wohl bewusst, dass dies mit Investitionen verbunden wäre, welche die Gemeinde zu tätigen hätte. Zivil trägt der Verein, der noch zwanzig Mitglieder zählt, sonst noch seine Jahresmeisterschaft aus.

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