«Stehe gern mit Lackschuhen im Sägemehl»

Morgen öffnet das Zirkuszelt am See für einen besonderen Gast: Der Kreuzlinger Bauchredner Urs Kliby tritt mit seiner Puppe Caroline am Jubiläumsfest der Musikschule auf. Der Anlass ist für den 64-Jährigen ein spezieller, hat er doch seine ersten Gehversuche auf der Bühne in der Hafenstadt gemacht.

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Urs Kliby mit Caroline Bauchredner (Bild: Donato Caspari)

Urs Kliby mit Caroline Bauchredner (Bild: Donato Caspari)

Morgen öffnet das Zirkuszelt am See für einen besonderen Gast: Der Kreuzlinger Bauchredner Urs Kliby tritt mit seiner Puppe Caroline am Jubiläumsfest der Musikschule auf. Der Anlass ist für den 64-Jährigen ein spezieller, hat er doch seine ersten Gehversuche auf der Bühne in der Hafenstadt gemacht.

Sie sagten einmal, dass Sie im Zirkus am liebsten ein Clown wären und ohne Caroline auftreten würden. Tun Sie das morgen?

(lacht) Ja, das sagte ich. Aus dem Grund, dass die Leute dann einmal über mich und nicht über Caroline lachen können. Aber nein, morgen nehme ich sie mit.

Sie traten öfter schon im Zirkus auf. Lassen Sie die Eindrücke ins Programm einfliessen?

Nein, ich orientiere mich da sehr stark nach dem Publikum. Weil von der Musikschule organisiert, richte ich den Auftritt querbeet für Jung und Alt aus. Das Thema ist vorwiegend die Schule.

Können Sie ein Beispiel geben?

Caroline geht gern zur Schule, ihr Lieblingsfach ist Rechnen. Weil sie aber immer schnell zusammenzählt, kommen falsche Resultate dabei raus. 5 mal 10 gibt beispielsweise 55. Da teste ich sie und bringe ihr einiges bei – natürlich so, dass es für Lacher sorgt.

Obwohl die Zirkus-Erfahrungen nicht ins Programm einfliessen, mögen Sie diesen aber?

Ja, es herrscht dort eine völlig andere Atmosphäre als in einem Saal oder in einem Einkaufszentrum. Wenn man mit Lackschuhen auf Sägemehl in der Manege steht, ist das wirklich speziell. Abgesehen davon hat Romanshorn auch sonst eine besondere Bedeutung für mich.

Welche denn?

Meine ersten Gehversuche als Bauchredner machte ich vor 40 Jahren im Bodansaal. Da wurde jeden Mittwoch im Juli und im August gesungen, getanzt und eben mit dem Bauch geredet. 1974 kam ich sogar ins Finale. Die Zeit hat meine weitere Karriere geprägt.

Dass Sie gerade auf die Musikschule gestossen sind, ist Zufall?

Ich hatte gehört, dass das OK den Anlass plant und Künstler aus der Region sucht. Da passte ich mit Caroline gut ins Programm.

Haben Sie für später einen Auftritt geplant, bei dem Sie einmal ohne Caroline und als Clown auftreten?

(lacht) Nein, das habe ich nicht. Aber man weiss nie, vielleicht kommt das noch. Auf jeden Fall freue ich mich auf morgen und auf Samstag. (tva)

Auftritte: Morgen Freitag um 19 Uhr, übermorgen Samstag um 14 und um 19 Uhr. Tickets: circus-rondonello.ch

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