Startschuss zur Wega kann fallen

WEINFELDEN. Für die 59. Wega, die heute Donnerstag in Weinfelden beginnt, ist alles bereit. Über eine Woche waren die Organisatoren und Aussteller mit den Aufbauarbeiten beschäftigt, von der Bevölkerung ist Verständnis nötig.

Nicole D‘orazio
Drucken
Teilen
Ein Mitarbeiter der Gastregion Melchsee-Frutt poliert die mitgebrachte Ski-Gondel. (Bild: Nana do Carmo)

Ein Mitarbeiter der Gastregion Melchsee-Frutt poliert die mitgebrachte Ski-Gondel. (Bild: Nana do Carmo)

Strassen, die auf einmal eine Sackgasse oder gar gesperrt sind, Lastwagen und Autos, die einem den Weg versperren, und Handwerker, die herumeilen und am Arbeiten sind: Im Zentrum von Weinfelden ist derzeit alles etwas anders und fordert von der Bevölkerung Verständnis und Geduld – denn es ist Wega-Zeit. Wenn heute um 11 Uhr der Startschuss fällt, liegen anstrengende Tage hinter den Veranstaltern und den Ausstellern. Gestern waren die meisten noch mit den letzten Aufbauarbeiten beschäftigt.

Die Mitarbeiter der Gastregion Melchsee-Frutt brachten die Fahnen rund um ihr Chalet in Position, bauten die Feuerstelle auf, an der die Besucher Älplermagronen degustieren können, und ein Mitarbeiter polierte die Scheiben der blauen Ski-Gondel, die mitten auf dem Marktplatz steht. «Wir waren in diesem Jahr bereits am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Frauenfeld (Esaf) zu Gast und hoffen, mit unserem zweiten Auftritt im Thurgau noch mehr auf unsere Ferienregion aufmerksam zu machen», sagte Karl Langensand, Geschäftsführer von Melchsee-Frutt Tourismus.

«Am Esaf ist unser Stand sehr gut angekommen, was wir uns von der Wega ebenfalls erhoffen.» Er sei auf die Reaktionen der Leute gespannt, da man den Ort in Obwalden hier noch nicht so gut kenne.

Feuer ohne Rauch entfachen

Beim grossen Stand des kantonalen Amts für Umwelt und Holzenergie Thurgau auf dem Marktplatz wurden gestern die Mitarbeiter instruiert.

An diesem Stand können die Besucher lernen, wie man ein Feuer entfacht, ohne gross Rauch zu produzieren, und dies auch gleich selbst ausprobieren. «Wir sind an der Wega mit unserer Kampagne luftaus.ch anwesend und wollen die Leute auf die Themen Feinstaub und Ozon aufmerksam machen», sagte Anita Enz, die Kommunikationsverantwortliche des Amts für Umwelt. Sie sei gespannt, wie ihr Stand bei den Leuten ankomme. «Unser Ozonspiel war am Esaf jedenfalls ein Hit, über 4000 Personen haben mitgemacht.»

Spielen auf der Bühne

Spielen ist auch auf der Bühne des Thurgauerhofs angesagt. Eine Burg aus Karton und über 1000 Ziegelsteine aus Pappe warten auf die kleinen Besucher. Während die Kinder bauen, malen oder basteln, können die Eltern einen Kaffee trinken. Die Model-Kinderwelt ist aber kein Kinderhort.

Sprachniveaus testen

Ebenfalls im Thurgauerhof waren gestern zwei Techniker mit vielen aneinandergereihten Laptops beschäftigt.

«Hier können die Leute vor Ort ihr Niveau testen, wenn sie einen Sprachkurs bei uns besuchen möchten», erklärte eine Mitarbeiterin des Bildungszentrums Wirtschaft Weinfelden. «Wir testen Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch sowie auch Informatikkenntnisse.»