Startschuss für das erste Projekt

Die zwölf Oberthurgauer Gemeinden und Steinach wollen künftig noch enger zusammenarbeiten. Die Regionalplanungsgruppe Oberthurgau hat dazu ein Projekt lanciert.

Valentin Schneeberger
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Am runden Tisch: RPO-Geschäftsleiter Gilbert Piaser, Roland Scherer von der Uni St. Gallen, RPO-Präsident Stephan Tobler, Projektleiter René Götz und der Steinacher Gemeindepräsident Roland Brändli. (Bild: Valentin Schneeberger)

Am runden Tisch: RPO-Geschäftsleiter Gilbert Piaser, Roland Scherer von der Uni St. Gallen, RPO-Präsident Stephan Tobler, Projektleiter René Götz und der Steinacher Gemeindepräsident Roland Brändli. (Bild: Valentin Schneeberger)

ARBON. Gemeinsame Dienstleistungen verstärken und die regionale Zusammenarbeit ausbauen: Das sind die Ziele eines neuen Projekts der Regionalplanungsgruppe Oberthurgau (RPO). Es ist das erste Vorhaben, welches im Rahmen der Neuen Regionalpolitik des Bundes (NRP) realisiert wird.

Regionale Umfrage geplant

In einer ersten Phase, die noch diesen Herbst beginnen soll, nehmen sämtliche Gemeinden und Firmen im Bezirk Arbon und Steinach an einer Umfrage teil. Aus den Antworten erhofft sich die RPO Aufschluss darüber, in welchen Bereichen die beteiligten Gemeinden bereits miteinander kooperieren. Darüber hinaus soll eine Bewertung der Standortqualität der Region Oberthurgau erfolgen. Mit dem Ergebnis der Umfrage rechnen die Verantwortlichen Anfang nächsten Jahres. Basierend auf den Erkenntnissen, sollen anschliessend in einer zweiten Phase Lösungen ausgearbeitet werden, um die regionalen Dienstleistungen und Angebote zu verbessern.

Zusammenarbeit mit Uni

Bei der Umsetzung erhält die Regionalplanungsgruppe Unterstützung des Beratungsbüros Hanser und Partner aus Zürich, welches die Leitung des Projekts übernommen hat. Für die Erhebung der Umfragedaten ist die Universität St. Gallen zuständig.

Die Kosten für die Durchführung des Projekts belaufen sich auf rund 150 000 Franken, welche zu drei gleichen Teilen vom Bund, Kanton und von der RPO übernommen werden. «Erste konkrete Massnahmen wollen wir im Frühling 2014 präsentieren, sobald uns die politischen Instanzen grünes Licht erteilt haben», sagt René Götz, Geschäftsführer von Hanser und Partner.

Beispiel Eissportzentrum

Unter keinen Umständen wird ihr Projekt als Papiertiger enden, davon sind die Verantwortlichen der Regionalplanungsgruppe überzeugt. «Wir wollen umsetzbare Massnahmen ausarbeiten, die zur nachhaltigen Entwicklung des Standorts Oberthurgau beitragen», sagt Präsident Stephan Tobler.

Als Beispiel nennt er die Situation rund um das Eissportzentrum Oberthurgau, welches aufgrund der Initiative der RPO gerettet werden konnte. «Eine Gemeinde alleine hätte die Kosten für das EZO nicht stemmen können – die Zusammenarbeit mehrerer Gemeinden aus der Region war dafür nötig.»