Stark gefordert

Ab Donnerstag kämpfen gegen 200 Boote in vier Kategorien vor Romanshorn um nationale Titel. Der organisierende Yacht-Club musste erstmals in der Vereinsgeschichte auf Sponsorensuche gehen.

Daniel Walt
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Ralph Müntener, OK-Präsident.

Ralph Müntener, OK-Präsident.

«Wir sind mit 480 Mitgliedern der grösste Sportclub in Romanshorn. Leider wird das in der Bevölkerung wenig wahrgenommen», sagt Ruedi Schellenberg, Präsident des Yacht-Clubs. Der Verein bringe der Gemeinde, etwa durch die Liegeplatzgebühren, Geld, während etwa die Turnvereine gratis Hallenraum erhielten. Schellenberg hofft, dass die Einheimischen ab Donnerstag die Gelegenheit wahrnehmen, Spitzensegler bei der Schweizer Meisterschaft zu beobachten – etwa am Samstag mit Abfahrt um 10.30 Uhr auf einem Zuschauerschiff.

Viele Helfer nötig

Ruedi Schellenberg lacht, als er gefragt wird, was die Durchführung der internationalen Schweizer Meisterschaft in vier olympischen Klassen für seinen Verein bedeutet. «Zunächst einmal viel Arbeit!», antwortet er. Vor rund drei Jahren war der Club angefragt worden, ob er einen solchen Grossanlass organisieren könne. Damals ahnten die Verantwortlichen noch nicht, wie viel Arbeit ihnen ihre Zusage eintragen würde. Schellenberg: «Weil in vier Klassen gefahren wird, brauchen wir vier Wettfahrtleitungen.» Diese sind laut OK-Präsident Ralph Müntener zuständig für das Auslegen des jeweiligen Kurses, das Startprozedere, die Durchführung der Regatta inklusive Kontrollen sowie das Erstellen der Rangliste. Ein Team umfasst gegen 15 Leute. Unterstützung erhielt der Yacht-Club bei der Rekrutierung des Personals von den Yacht-Clubs St. Gallen und Arbon sowie den Altnauer Seglern.

Übernachtungen organisiert

Bisher gemeldet sind für die Wettkämpfe 174 Boote mit 226 aktiven Seglern. Etwa vier Fünftel der Boote stammen aus der Schweiz, es sind aber auch solche aus Deutschland, Italien, Schweden, Frankreich, Österreich und Tschechien am Start. Diese Dimensionen bedeuten ebenfalls eine Herausforderung für den Yacht-Club, galt es doch, Übernachtungsmöglichkeiten für jene Teilnehmer und Offiziellen zu organisieren, die nicht per Camper oder Wohnschiff anreisen. Auch für Büros, Verpflegungsmöglichkeiten und ein Rahmenprogramm musste gesorgt werden.

Schwellen früher entfernt

«Da die Meldegelder der Segler die Kosten bei weitem nicht decken, mussten wir auf Sponsorensuche gehen», sagt Ralph Müntener. Ruedi Schellenberg fügt an, das sei das erste Mal in der Vereinsgeschichte der Fall gewesen. Das Budget von rund 100 000 Franken sei nun mehr oder weniger gesichert. Dankbar sind die Verantwortlichen der Gemeinde, die sich bereit erklärte, die Schwellen an der Hafenstrasse angesichts der anstehenden Bootstransporte frühzeitig zu entfernen. «Dies wäre wegen der anstehenden Hafenausbaggerung aber so oder so bald geschehen», so Ralph Müntener.

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