Stadtrat hält an Signalisationsänderungen fest

Stadtammann Andreas Netzle erklärt, wie es mit dem Boulevard weitergeht.

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Stadtammann Andreas Netzle erklärt, wie es mit dem Boulevard weitergeht.

Herr Netzle, an der Informationsveranstaltung haben Sie gesagt, dass der Stadtrat keinen Gegenvorschlag zur Volksinitiative für einen autofreien Boulevard machen werde. Der Stadtrat schlage noch immer die Lösung vor, in der die Autofahrer in den Boulevard hinein, aber nur noch über die Seitenstrassen rausfahren könnten. Die diesbezüglichen Rekurse sind vom Kanton abgewiesen worden. Werden diese Massnahmen nun umgesetzt?

Der Stadtrat hat Anfang 2013 eine Signalisationsänderung zur Beschränkung des Durchgangsverkehrs aufgelegt. Er hat keine Veranlassung, von seiner Lösung abzuweichen. Zumal es ja um einen einjährigen Versuch geht, bei dem die Auswirkungen auf die angrenzenden Quartiere gemessen werden, bevor man etwas definitiv einführt. Das kann als indirekter Gegenvorschlag gesehen werden.

Wann wird die Signalisationsänderung eingeführt?

Wir wissen noch nicht, ob die Einsprecher den Entscheid des Kantons akzeptieren. Wenn er rechtskräftig wird, befindet der Stadtrat über die weiteren Schritte.

Können Sie die Änderungen umschreiben? Die Auflage ist lange her.

Die Grundidee ist: Motorfahrzeuge können in den Boulevard oben und unten einfahren, ihn aber nicht in einer Linie durchqueren. Wer in den Boulevard hineinfährt, um dort etwas zu erledigen oder zu konsumieren, kann dies weiterhin problemlos tun, er muss ihn aber anschliessend über eine Seitenstrasse verlassen. Das wird die Fahrzeugfrequenz in der Begegnungszone weiter reduzieren. Der Durchgangsverkehr wird mit entsprechenden Signalisationen und Massnahmen auf die geeigneten Strassen gelenkt und verteilt.

Seitens des Quartiervereins wurde ein runder Tisch zum Boulevard gefordert. Sehen Sie dafür eine Möglichkeit oder wurden bereits Gespräche geführt?

Gespräche wurden bereits mit den Initianten geführt. Wir werden den Kreis jetzt öffnen und die an der Informationsveranstaltung im Dreispitz vertretenen Interessenvertreter des Gewerbes und der Quartierbewohner sowie die Initianten bald an einen Tisch holen. Wir werden sehen, ob oder wie weit sich die verschiedenen Standpunkte annähern können. (ndo)

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