Stadthaus: Es ist lang, niedrig und steht vor dem Dreispitz

KREUZLINGEN. Der Presse am Morgen, den Mitarbeitern der Stadt am Nachmittag, den Gemeinderäten am Abend: Gestern liess der Stadtrat die Katze aus dem Sack und zeigte, wie das neue Kreuzlinger Stadthaus einst aussehen soll.

Urs Brüschweiler
Drucken
Teilen
Blick vom Bärenkreisel: Die Festwiese wird grün, das Stadthaus ist von der Hauptstrasse zurückversetzt und lässt die Sicht auf die Kirche St. Ulrich zu. (Bild: pd/niggli+zbinden architekten bsa sia)

Blick vom Bärenkreisel: Die Festwiese wird grün, das Stadthaus ist von der Hauptstrasse zurückversetzt und lässt die Sicht auf die Kirche St. Ulrich zu. (Bild: pd/niggli+zbinden architekten bsa sia)

KREUZLINGEN. Der Presse am Morgen, den Mitarbeitern der Stadt am Nachmittag, den Gemeinderäten am Abend: Gestern liess der Stadtrat die Katze aus dem Sack und zeigte, wie das neue Kreuzlinger Stadthaus einst aussehen soll. Zum Sieger des Architekturwettbewerbs erkor die Jury das Projekt «Schlussstein» der St. Galler Architekten Markus Zbinden und Jürg Niggli. «Es ist ein niedriger Bau im Norden des Platzes. Er gewährt grossen Freiraum und freie Sicht auf die Kirche St. Ulrich», beschrieb es Stadtammann Andreas Netzle.

Hundert Meter langer Bau

Vier Mitglieder des Stadtrats waren im Dreispitz bei der Präsentation anwesend. Alle zeigten sie sich überzeugt von dem Vorschlag. Doch zuerst beschrieb Architekt Markus Zbinden nüchtern seine Arbeit. Es ist ein hundert Meter langer, zweigeschossiger Bau mit einem Aufsatz im östlichen Teil, maximal zehn Meter hoch. Auf der Festwiese sind weiterhin Veranstaltungen wie der Jahrmarkt möglich. Eine Allee dient als Filter zur Hauptstrasse. Augenfällig ist der überdeckte Gang vom Bärenkreisel entlang der Pestalozzistrasse zum Haupteingang des Stadthauses. Stadträtin Dorena Raggenbass beschrieb die Möglichkeiten, welche die neue Festwiese biete. «Sie wird zurückgeführt zu einem Treffpunkt, was der Platz einst war.» Dass die heutigen Parkplätze mit der neuen Tiefgarage unter der Erde verschwinden, würde Stadtrat Ernst Zülle besonders freuen. 250 Plätze sollen in dem mitgeplanten eingeschossigen Parkhaus unter dem Stadthaus entstehen. Das sind 72 mehr, als heute auf dem Bärenplatz zur Verfügung stehen. Die Zufahrt würde von der Pestalozzistrasse her erfolgen und wäre, wegen des abfallenden Geländes, praktisch ebenerdig möglich.

Stadt sieht unzählige Vorteile

«Ich bin überzeugt, dass wir mit diesem Projekt gute Chancen haben, es realisieren zu können», meinte der Stadtammann optimistisch. Ein weiteres Mal betonte er die Notwendigkeit und die vielen Vorteile eines Neubaus der Stadtverwaltung. Heute verteile sich die Stadtverwaltung auf vier Gebäude, und man sei vom Platzbedarf her «voll ausgeschossen bis in die Dachgeschosse». Es gehe auch um eine bessere Identifikation mit der Stadt, um bessere Erreichbarkeit und Dienstleistungen, um reduzierte Betriebskosten dank eines Neubaus oder um die Stärkung und Gestaltung des Stadtzentrums.

Die Architekten des Siegerprojekts, Markus Zbinden und Jürg Niggli aus St. Gallen, begutachten ihre Pläne. (Bild: Donato Caspari (Donato Caspari))

Die Architekten des Siegerprojekts, Markus Zbinden und Jürg Niggli aus St. Gallen, begutachten ihre Pläne. (Bild: Donato Caspari (Donato Caspari))

Aktuelle Nachrichten