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Stadtammann geht, Freund bleibt

ARBON. An einem winterlichen Werktag startete er, an einem sonnigen Sommertag, festlich und fröhlich, schied er von den Arbonern: Ex-Stadtammann Martin Klöti – neu Regierungsrat in St. Gallen.
Aufgeräumt nimmt Martin Klöti die Glückwünsche entgegen. (Bild: Hedy Züger)

Aufgeräumt nimmt Martin Klöti die Glückwünsche entgegen. (Bild: Hedy Züger)

Arbon. An einem winterlichen Werktag startete er, an einem sonnigen Sommertag, festlich und fröhlich, schied er von den Arbonern: Ex-Stadtammann Martin Klöti – neu Regierungsrat in St. Gallen. An Originalität und Ideen mangelte es Martin Klöti bis zuletzt nicht: Keiner seiner Vorgänger hat je die Stadt eingeladen, ihm bei einem Fest entspannt adieu zu sagen.

Die «Wunderbar» also war Treffpunkt mit Martin Klöti für das Merci und Ade der Einwohnerschaft. Die Stadtmusik konzertierte und lud zum Mitsingen beim Martin-Klöti-Lied ein. «Nach dem fünften Bier singen wir es dann perfekt», warf Klöti in die Runde.

Neue Grenzen

Unter den Gästen waren Gemeindeammann Gallus Hasler (Roggwil), Stephan Tobler (Egnach) und Gemeindepräsident Roland Brändli (Steinach). Brändli brachte ein Ticket mit für einen Rundflug rund um den Kanton St. Gallen und sagte: «Für den Überflieger Martin, damit er sieht, wo seine neuen Grenzen sind.»

Stadtammann a.i. Patrick Hug erinnerte an das Glanzresultat, mit dem Martin Klöti 2005 nach Arbon gewählt worden war. Heute lese man überall dessen Handschrift, Arbon habe sich stark verändert. Doch Klöti sei ein Teamplayer – und ein stets gut gelaunter Optimist. Er habe Arbon das Selbstbewusstsein zurückgegeben.

Positive Wahrnehmung

Treffend schilderte Silke Sutter Heer die Lage der Stadt und die Schlagzeilen von 2005. Martin Klöti habe «die reizvolle Herausforderung und das Potenzial dieses Juwels am Bodensee» erkannt. Mit Enthusiasmus habe er es geschafft, «uns Arboner» aus unserem Trübsinn zu locken. Die FDP-Präsidentin witzig: «Vor 1200 Jahren haben wir Gallus losgeschickt, damit St. Gallen überhaupt auf der Landkarte erscheinen kann – heute ist es Martin Klöti.» Sie habe diesen als schnellen Denker und Macher, aber auch als aufmerksamen Menschen kennengelernt. «Der Stadtammann geht, der Freund bleibt uns. Er hinterlässt einen funktionierenden Betrieb und klare Strukturen», sagte Sutter Heer.

«Die Kunstschaffenden fühlten sich von Dir sehr gut unterstützt», erklärte Zuzana Vanecek von der Tanzwerkstatt, die mit Tänzern, Tänzerinnen und Nachwuchsgruppen auftrat. «Ihr sind alli grossi Schätz», sagte Martin Klöti. Barbara Fuhrer übernahm die Moderation des kulturellen Teils. Sopranistin Stefany Goretzko umwarb mit den Arien aus «Carmen» von Bizet den scheidenden Stadtammann.

Was Martin Klöti auszeichnete, setzte er auch zum Abschied ein: sprachliches Flair, spontanen Brückenschlag, gewandtes Auftreten. Er schüttelte Hunderte Hände und entspannte sich im Gartenstuhl, er schlug lässig die Beine übereinander und liess die roten Socken blitzen. Hedy Züger

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