Stadtammann beweist Galgenhumor

Zu wenig bürgernah, zu wenig Fingerspitzengefühl. Das ist die Kritik, die sich der Arboner Stadtammann Andreas Balg in den vergangenen Woche anhören musste. Ein anderer will es besser machen: Peter Gubser fordert den amtieren Stadtammann heraus.

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Zu wenig bürgernah, zu wenig Fingerspitzengefühl. Das ist die Kritik, die sich der Arboner Stadtammann Andreas Balg in den vergangenen Woche anhören musste. Ein anderer will es besser machen: Peter Gubser fordert den amtieren Stadtammann heraus. Und wie es so ist, bekommen Kandidaten bei einer Kampfwahl in den Medien eine Plattform, um sich und ihre Vorzüge zu präsentieren. Diese Woche gab das Regionaljournal Ostschweiz des SRF den beiden Gelegenheit dazu. Gubser entschied sich, das Interview am Arboner Bahnhof zu geben: Weil man hier auf den See und das Hinterland sieht, wie er sagt. Zudem hat man das Saurer WerkZwei und den Rosascokreisel im Blick. Zwei Gebiete, welche die Arboner seit längerem und in jüngster Zeit beschäftigen und dies wohl auch in Zukunft tun werden. Andreas Balg begab sich auf symbolisch heikles Terrain. Er liess sich auf der Entsorgungsstelle befragen. Weil sie ein Projekt ist, das nach drei Jahren endlich fertig wurde, wie er sagt. Dass man seine Wahl falsch verstehen könne, das glaubt er nicht. «Es stellt sich die Frage, wer oder was entsorgt wird», sagt er lachend.

Möglicherweise hat sich Balg im Vorfeld keine Gedanken über die Bedeutung des Standortes gemacht. Vor dem Hintergrund, dass einige Arboner ihn als Stadtammann loswerden wollen, beweist er mit seinem Lachen aber immerhin Galgenhumor. (mvl)