Stadt macht sich fit für die Zukunft

An einer öffentlichen Informationsveranstaltung erläuterte der Stadtrat Bischofszell seine Ziele für die bis 2019 dauernde Legislaturperiode. Zentrale Themen sind die Revision der Ortsplanung, die Revitalisierung des Stadtkerns und die angespannte finanzielle Lage der Gemeinde.

Georg Stelzner
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Informieren im Rathaus über die Legislaturziele: Stadtrat Erich Schildknecht, Stadträtin Pascale Fässler, Stadtschreiber Michael Christen, Stadtpräsident Thomas Weingart, Stadträtin Christina Forster, Stadträtin Nina Rodel, Stadtrat Boris Binzegger und Stadträtin Helen Jordi. (Bilder: Georg Stelzner)

Informieren im Rathaus über die Legislaturziele: Stadtrat Erich Schildknecht, Stadträtin Pascale Fässler, Stadtschreiber Michael Christen, Stadtpräsident Thomas Weingart, Stadträtin Christina Forster, Stadträtin Nina Rodel, Stadtrat Boris Binzegger und Stadträtin Helen Jordi. (Bilder: Georg Stelzner)

BISCHOFSZELL. Seit dem Amtsantritt des neugewählten Stadtrates ist bald ein Jahr vergangen. Stadtpräsident Thomas Weingart erklärte zu Beginn der Veranstaltung, die am Dienstagabend im Rathaus stattfand, weshalb die Legislaturziele erst jetzt bekanntgegeben werden: «Es gab im Stadtrat einige Wechsel; die neuen Mitglieder sollten genügend Zeit haben, sich einzuarbeiten.» Jedes Behördenmitglied habe sich nicht nur mit den eigenen Zuständigkeiten, sondern mit allen Ressorts befasst und eine Einschätzung vorgenommen. Man habe klären wollen, wo Bischofszell im regionalen und nationalen Kontext steht.

Ehrlich und transparent

Weingarts Stellvertreterin, Stadträtin Christina Forster, erläuterte jene Werte und Prinzipien, denen sich die Behörde verpflichtet fühlt: «Wir respektieren jede Person in ihrer Einzigartigkeit und legen Wert auf Ehrlichkeit, Offenheit sowie Transparenz.» Der Stadtrat bekenne sich zu Fairness, Hilfsbereitschaft und Toleranz. Bei unterschiedlichen Meinungen begegne man sich respektvoll. Entscheidungen würden im Interesse der Allgemeinheit getroffen und Entscheide nach aussen im Sinne des Kollegialitätsprinzips vertreten, betonte Forster. Als weitere Postulate nannte die Vizestadtpräsidentin die Zusammenarbeit und die Vernetzung.

Überprüfung der Leistungen

Die vom Stadtrat am 2. März verabschiedete Stadt-Strategie soll bewirken, dass Bischofszell als Wohnort gestärkt und als Arbeitsort gesichert wird. In einem Punkt nimmt sich die Exekutive unmissverständlich in die Pflicht. Weingart: «Wir hinterfragen die Kosten und Leistungen kritisch und suchen nach Lösungen, die Stadt auf eine gesunde finanzielle Basis zu stellen.»

Der Stadtrat möchte den Trend zur Individualisierung bremsen, den Innovationsgeist der örtlichen Industrie unterstützen, den Selbstversorgungsgrad im Energiebereich erhöhen, der Umwelt Sorge tragen und die Bevölkerung zur Mitwirkung ermuntern. «Wir handeln nachhaltig und nehmen eine langfristige Sichtweise ein», wird betont.

Moderner Auftritt

Eines seiner wichtigsten Ziele formuliert der Stadtrat so: «Wir schaffen Strukturen, die sich an der Zukunft orientieren.» Konkret meint er damit unter anderem die Technischen Gemeindebetriebe, den Bürgerhof und die Stadtverwaltung. In diesen Bereichen würden derzeit Entscheidungsgrundlagen vorbereitet. Bischofszell solle sich in den nächsten Jahren «sichtbar entwickeln», hält die Behörde im Hinblick auf die bevorstehende Revision der Ortsplanung fest und erklärt, dass sie Wert auf einen sympathischen und modernen Auftritt der Stadt lege.

Vor Weichenstellungen

Vorsichtig optimistisch fällt die stadträtliche Absichtserklärung in bezug auf die Verkehrsplanung aus. Diese dürfte nach Einschätzung der Behörde vorankommen, «wenn auch in kleinen Schritten». Erste Priorität wird der von einem Hangrutsch bedrohten Haldenstrasse beigemessen, für deren Sanierung den Stimmbürgern im Juni ein Kreditantrag unterbreitet werden soll. Was die angestrebte Stadtentlastung anbelangt, kündigt der Stadtrat für 2017 oder 2018 einen Grundsatzentscheid an.

Da sich der Anteil der ausländischen Einwohner weiter erhöht hat, möchte der Stadtrat dem Thema «Integration» vermehrte Beachtung schenken. Nicht zu kurz kommen sollen auch Kinder und Jugendliche. Bei der Feuerwehr wiederum gelte es, die Organisation und die Standorte zu überprüfen.

Blick von der Steigstrasse in nordwestlicher Richtung: Im Hintergrund die Altstadt und Bischofszell Nord mit den Industriebetrieben.

Blick von der Steigstrasse in nordwestlicher Richtung: Im Hintergrund die Altstadt und Bischofszell Nord mit den Industriebetrieben.

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