Stadt gründet Fonds für die Spitex

Mit dem Vermögen des Ende Jahr aufgelösten städtischen Spitexvereins hat der Stadtrat einen Fonds eingerichtet. So können alle Kreuzlinger bei Bedarf von einer vergünstigten Haushalthilfe durch die regionale Spitex profitieren.

Urs Brüschweiler
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KREUZLINGEN. «Diese Leistungen sind sehr wichtig», sagt Stadträtin Barbara Kern, «zum Beispiel für ältere Menschen, die Mühe haben, ihren Haushalt alleine zu meistern, oder Personen, die nach einer Operation handicapiert sind.» Durch die hauswirtschaftliche Dienstleistung der 2013 gegründeten Spitex Region Kreuzlingen, könnten auch Menschen länger zu Hause wohnen bleiben, die sonst vielleicht ins Heim müssten. Damit diese Hilfe bei den Nutzern kein Loch ins Portemonnaie reisst, existiert dafür ein vergünstigter Tarif.

250 000 Franken Vermögen

Von diesem profitiert neu die gesamte Bevölkerung der Stadt Kreuzlingen. Der Stadtrat hat dazu per 1. Januar 2015 einen Fonds eingerichtet, aus welchem diese Vergünstigungen der hauswirtschaftlichen Dienstleistungen finanziert werden. Gespeist wird dieser Fonds mit dem Vermögen des per Ende 2014 aufgelösten städtischen Spitex-Vereins. Rund 250 000 Franken werden es sein, welche gemäss Statuten nun in die Stadtkasse fliessen, der genaue Betrag steht noch nicht fest. Die Gründung der neuen regionalen Spitex-Organisation – unter deren Dach sich die Gemeinden von Güttingen bis Tägerwilen zusammenschlossen – hatte dazu geführt, dass der städtische Spitex-Verein keine Aufgaben mehr hatte.

Fonds reicht etwa für drei Jahre

Von den Vergünstigungen der Haushalthilfe profitierten bisher lediglich die Vereinsmitglieder der Spitex, mit dem Fonds kommen nun alle Einwohner in deren Genuss. «Der Fonds reicht etwa für drei Jahre, wenn er weiterhin ordentlich alimentiert wird», sagt Stadträtin Barbara Kern. Sie spricht damit die Problematik an, dass die neue regionale Spitex-Organisation gar keine Privatpersonen als Mitglieder mehr hat und so auch keine Mitgliederbeiträge mehr einnimmt. Die Stadt hofft darum, dass die ehemaligen Vereinsmitglieder künftig den Spitex-Fonds unterstützen – auf freiwilliger Basis allerdings.