Stadt erwartet Unterstützung

Nachgefragt

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Stadtpräsident David H. Bon hatte mit einer Zustimmung zum Landverkauf gerechnet. Aber nicht in dieser Deutlichkeit. In der Pflicht stehe jetzt der Kanton.

Sind Sie überrascht vom Entscheid?

Ich hatte auf ein Ja gehofft, aber nicht so klar.

In der jüngsten Vergangenheit sagten die Romanshorner immer Nein zu Überbauungsprojekten auf der Hafen­promenade. Warum war es diesmal anders?

In Romanshorn ist der Wunsch nach einem Hotel völlig unbestritten. Das hat sicher geholfen. Kommt hinzu, dass Hermann Hess grosses Vertrauen in der Bevölkerung geniesst und die Stadt einen guten Vertrag ausgehandelt hat. Das Ja ist aber kein Freipass: Ich interpretiere den Auftrag der Bevölkerung so, dass sie ein qualitativ überzeugendes Projekt will. Jetzt kommt die Kür.

Die Rahmenbedingungen sind nicht einfach.

Das Resultat zeigt deutlich: Die Romanshorner wünschen sich eine Entwicklung am Hafen und sind bereit, für ein Hotel mehr zu geben. Wir werden jetzt aufgrund der sehr deutlichen Zustimmung zum Landverkauf überlegen müssen, wie wir mit der Grundordnung umgehen. Heisst: Wir werden die Bauvorschriften mit der Bevölkerung diskutieren müssen.

Welche Chance geben Sie dem Projekt?

Eine gute. Zuversichtlich bin ich, weil die Stadt ihre Hausaufgaben im Bereich der Stadtentwicklung gemacht hat, was sich jetzt auszahlt. Wir sind vorbereitet. Hermann Hess auf der anderen Seite ist ein guter Partner. Ausserdem wünscht der Regierungsrat ausdrücklich ein Hotel in Romanshorn. Wir werden ihn jetzt beim Wort nehmen und erwarten volle Unterstützung. (mso)