Stacherholz wird zum Campus

ARBON. Im Spätsommer 2016 wird die Primarschulgemeinde Arbon ihr drittes Schulzentrum im Seegarten beziehen. Ein weiteres Bauprojekt steht an. Der Zwischentrakt ist das letzte Überbleibsel im Stacherholz, das noch nicht saniert ist.

Max Eichenberger
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Ob der Zwischentrakt der Primarschulanlage Stacherholz abgebrochen oder saniert und durch einen Neubau ergänzt wird, entscheidet sich im Frühjahr. Im Hintergrund das «Staho 2». (Bild: Max Eichenberger)

Ob der Zwischentrakt der Primarschulanlage Stacherholz abgebrochen oder saniert und durch einen Neubau ergänzt wird, entscheidet sich im Frühjahr. Im Hintergrund das «Staho 2». (Bild: Max Eichenberger)

Das Gebäude in Pavillon-Form ist noch im Ursprungszustand von 1963. Doch ob es saniert und durch zusätzliche Räume ergänzt oder durch einen Neubau ersetzt wird, ist noch offen. Das soll ein öffentlicher Wettbewerb aufzeigen, den die Primarschulgemeinde Arbon (PSG) ausschreiben wird. Das kündigt der Bauressort-Verantwortliche Raphael Künzler an.

Knapp zehn Millionen

Klar ist: es besteht ein Bedarf nach vier zusätzlichen Klassenzimmern, Gruppenräumen und einem Mehrzweckraum. Ausserdem sind Künzler und Schulpräsidentin Regina Hiller zufolge vier Werkräume sowie Räume für die Schulsozialarbeit, Heilpädagogik, Logopädie und eine Haushaltküche bereitzustellen. Die drei Schulzentren wären dann auf einem gleichwertigen Stand und mit allen notwendigen Räumen ausgestattet. Künzler rechnet mit Anlagekosten von 9,5 Millionen Franken. Über einen Projektierungskredit sollen die Schulbürger im Herbst 2016 abstimmen – noch vor dem Budget. Bis Februar sind die Wettbewerbsarbeiten einzugeben.

Alles ist möglich

Statt eines Neubaus anstelle des jetzigen Zwischentrakts wäre ein Anbau oder sogar ein Solitärbau im Südwesten der Stacherholzanlage nahe der Sanitätshilfsstelle möglich. Der weit gefasste Perimeter lässt solche Optionen zu. «Der Wettbewerb läuft unter der Bezeichnung Campus Stacherholz.» Es bestehe, so Künzler, heute schon ein «Konglomerat von Schulanlagen» im Stacherholz – nicht nur innerhalb der PSG, wenn man die Sekundarschule und das Bildungszentrum Arbon (BZA) des Kantons sowie die beiden Sporthallen einbeziehe. Raphael Künzler verhehlt nicht, dass für die kantonale Denkmalpflege der Zwischentrakt in seiner jetzigen Form einen gewissen Stellenwert hat. Sicher nicht in Betracht käme jedenfalls als Alternative zu einem Abbruch eine Aufstockung. Die PSG-Behörde plant, die neuen und allenfalls sanierten Räume im Sommer 2019 fertigstellen zu können. Im Budget 2016 rechnet die PSG mit Investitionen von 12,5 Millionen Franken. Allein 11 Millionen entfallen auf den Seegarten-Neubau, der 20 Millionen Franken kosten wird. Erstmals werden laut Finanzressortchef Urs Gähwiler 2016 dann auch 600 000 Franken Amortisationen zu leisten sein.

Graffiti-Schutz im Bergli

1,2 Millionen sind eingesetzt für die Sanierung des Flachdachs bei der alten Sporthalle. Diese musste hinausgeschoben werden, weil es beim Bau der neuen Sporthalle zu den bekannten Verzögerungen gekommen ist. Schliesslich wappnet man sich in der Bergli-Schulanlage gegen unerwünschte Graffiti – auch diese Prophylaxe kostet 25 000 Franken.

Detaillierte Fassung des Budgets unter psgarbon.ch; öffentliche In- formationsveranstaltung der bei- den Schulgemeinden zu den Bud- gets: Dienstag, 10. November, 19.30 Uhr, in der neuen Sporthalle Arbon

Urs Gähwiler Ressort Finanzen

Urs Gähwiler Ressort Finanzen

Regina Hiller Primarschulpräsidentin (Bild: Picasa)

Regina Hiller Primarschulpräsidentin (Bild: Picasa)