Sportlerwahl macht Pause

Viermal ist sie bisher durchgeführt worden: Die Arboner Sportlerwahl mit der IG Sport-Nacht als feierlichem Höhepunkt. Jetzt nimmt die «Interessengemeinschaft Sport Region Arbon», die Trägerin der Veranstaltung ist, eine Auszeit.

Max Eichenberger
Drucken
Teilen
Biker Andreas Kugler wurde 2005 erster Sportler des Jahres; links IG-Präsident Christoph Tobler. (Archivbild: Thomas Riesen)

Biker Andreas Kugler wurde 2005 erster Sportler des Jahres; links IG-Präsident Christoph Tobler. (Archivbild: Thomas Riesen)

Darum werden im Februar 2010 keine «Sportler des Jahres 2009» geehrt. «Wir haben intern beschlossen, dass wir eine schöpferische Pause einlegen werden und einige Punkte überdenken», sagt IG-Mitbegründer und Vorstandsmitglied Urs Landolt. Er hat jeweils den administrativen Part bewältigt. Der Gefahr, dass sich der Anlass totläuft, will man begegnen mit neuen Ideen und möglichen Anpassungen, die zwischenzeitlich diskutiert und ausgelotet werden.

Turnus überdenken

So überlegt man sich bei der IG zum einen, ob weiterhin am Jahresturnus festgehalten werden soll. Oder es womöglich besser ist und mehr Sinn macht, die Wahl und damit die Sportlernacht alle zwei Jahre durchzuführen. Gossau, wohin Landolt einen Draht hat, macht es zum Beispiel so. Und dort läuft's rund. Das liegt auch daran, dass mit den Grossverteilern, die dort ihren Sitz haben, potente Sponsoren mitmachen.

Grundsätzlich zufrieden

«Wir sind grundsätzlich zufrieden», hält Landolt fest. «Aber der Aufwand ist doch nicht zu unterschätzen, was die finanziellen wie personellen Ressourcen betrifft.» In Arbon müsse die IG mit den ihr gegebenen Möglichkeiten auskommen.

Dass es am knappen Reservoir möglicher Anwärter auf die «Sportler-Krone» liegen könnte, will Landolt als Entscheid-Argument nicht gelten lassen.

Es trifft zwar zu, dass es einzelne mehrfach schaffen, nominiert zu werden – dies, weil sie sich durch Leistungen und Resultate schlicht aufgedrängt haben, anderseits das Einzugsgebiet beschränkt ist.

Man habe sich zwar 2008/09 schon überlegt, künftig einen Zweijahresrhythmus zu fahren. Aber wenn es zum Beispiel jemandem gelungen wäre, das Olympia-Ticket zu ergattern und an den Spielen das Optimum herauszuholen, hätte dies in einem Zwischenjahr nicht honoriert werden können.

Landolt gibt noch einen weiteren möglichen Fall zu bedenken: den Aufstieg eines Teams in eine höhere Liga. «Wenn es dann wieder absteigt, käme eine Würdigung zu spät. Dann hätten wir ein Problem.»

Friktion mit Thurgauer Wahl

Unglücklich ist die zeitliche Nähe sowohl der Wahl wie der Feier mit der Thurgauer Sportlerwahl, wie Landolt einräumt: «Diese Überschneidung verwirrt manche Leute, zumal teilweise dieselben Sportler nominiert sind», nennt er die Gebrüder Gubser und Andrea Brühlmann.

Doch anderseits: «Es gibt halt keinen idealeren Zeitpunkt dafür.»

Mit einer Gruppe ist Landolt jetzt dabei, sich bis Ende März grundsätzlich Gedanken zu machen: über das Konzept, das Sponsoring und die Termine. Das Ziel ist klar: Man möchte den Anlass auffrischen und auf professionellere Basis stellen. Denn die IG versteht die Veranstaltung nicht zuletzt als Motivationsspritze für die Sportler: «Sie verdienen es, auch einmal ins Schaufenster gestellt zu werden.

» Sie könne auch mithelfen, Breitenwirkung in den Vereinen zu entfalten. Vorsorglich ist ab 2011 der Seeparksaal bis 2015 reserviert worden.

Aktuelle Nachrichten