Spitex zieht ins Seniorenzentrum

SULGEN. Die Spitex AachThurLand ist umgezogen und residiert neu im obersten Stock des Seniorenzentrums Region Sulgen. Vorteile des neuen Standortes sind eine verbesserte Raumaufteilung sowie die mögliche Nutzung von Synergien.

Hannelore Bruderer
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Jürg Peter, Präsident der Spitex AachThurLand, unterhält sich mit Betriebsleiterin Sandra Enz im neuen Sekretariat. Im Hintergrund Annelis Senn. (Bild: Hannelore Bruderer)

Jürg Peter, Präsident der Spitex AachThurLand, unterhält sich mit Betriebsleiterin Sandra Enz im neuen Sekretariat. Im Hintergrund Annelis Senn. (Bild: Hannelore Bruderer)

Noch stehen einige wenige Umzugskartons herum, das meiste ist jedoch ausgepackt und eingeräumt. Im letzten Monat hat der Verein Spitex AachThurLand seinen Standort von der Bahnhofstrasse 12 ins Gebäude des Seniorenzentrums Region Sulgen an die Poststrasse 2a verlegt. Da sich der Pflegedienst keine Unterbrüche bei seiner Leistungserfüllung erlauben kann, wurde der Umzug von den Beteiligten gut vorbereitet und verlief reibungslos.

Früher als erwartet

Flächenmässig bestünden zwischen den Räumlichkeiten am alten und am neuen Standort kaum Unterschiede, sagt Jürg Peter, Präsident des Vereins Spitex AachThurLand. «Vorher hatten wir nebst dem grossen Gemeinschaftsbüro nur einen separaten Raum. Darin war das Sekretariat untergebracht. So war es schwierig, vertrauliche Gespräche am Telefon zu führen, und unangemeldete Kundenbesuche stellten das Personal mitunter vor Probleme.»

Im obersten Stock des Seniorenzentrums Region Sulgen belegt die Spitex nun die Räume der ehemaligen Heimleiterwohnung. Auf der gleichen Etage hat sie einen zusätzlichen Raum angemietet, der als Lager dient. Der Umzug kam früher als erwartet. «Da wir die Wohnung bereits kannten, war sie bei uns als möglicher Standort vorgemerkt. Als der Vormieter dann überraschend kündigte, griffen wir zu», sagt Jürg Peter. Positiv bewertete der Vereinspräsident die Nähe zum Seniorenzentrum. In Zukunft wolle man Synergien vermehrt nutzen. Diese sieht der Vereinspräsident beispielsweise beim Einkauf von Pflegematerial und bei der Weiterbildung des Personals.

Zu Büros umgenutzt

Im früheren Wohnzimmer – gleich beim Eingang – steht nun ein grosser Tisch, an dem sich die Mitarbeiterinnen nach ihrer Tour treffen und austauschen. Im gleichen Raum ist eine Warte-Ecke für Besucher eingerichtet. Ein Gang führt zu drei Zimmern mit abgeschrägten Decken und heimeligem Holzausbau. Die Räume mit ihren Winkeln und hoch angesetzten, spitz zulaufenden Fenstern seien nett anzusehen, sagt Jürg Peter, dafür aber ein geeignetes Beleuchtungssystem zu finden, das die Ecken gut ausleuchte, sei eine Herausforderung gewesen. Zwei Zimmer werden von Betriebsleiterin Sandra Enz und den Pflegefachfrauen als Büros genutzt, das dritte dient als Behandlungsraum.

Investiert hat die Spitex in die Verkabelung der Räume, so dass von jedem Raum aus mit elektronischen Geräten gearbeitet werden kann.

Zentral im offenen Raum, unter zwei grosszügigen Dachfenstern und gegenüber den Büros der Leiterin und der Pflegefachfrauen, befindet sich das Sekretariat. Gleich daneben liegt ein grosszügiges Badezimmer mit Doppellavabo und Dusche. In diesem Raum werden die Medikamente bereitgestellt. Eine separate Toilette für Besucher und Personal befindet sich im Eingangsbereich.

Eigenständigkeit wahren

Mit 22 Mitarbeitenden, die rund zehn Vollzeit-Stellenprozente belegen, zählt der Verein Spitex AachThurLand im kantonalen Vergleich zu den kleineren Spitex-Organisationen. Während die Pflegedienste in den umliegenden Gemeinden zu grossen Spitex-Organisationen fusionierten, entschloss sich die Spitex AachThurLand, eigenständig zu bleiben. «Daran halten wir fest», bekräftigt Jürg Peter. Gäbe es Fusionspläne, hätte kein Umzug stattgefunden.

«Wir haben gegenüber grösseren Spitex-Organisationen auch viele Vorteile», ist der Spitex-Präsident überzeugt. «Da ist zum einen die grosse Nähe der Führung zum Betrieb. Zum anderen ist das Aufgabengebiet der Pflegefachpersonen vielseitiger, da es keine Spezialisierung auf Fachbereiche gibt. Anrufe werden bei uns direkt von kompetenten Pflegefachfrauen entgegengenommen.» Ein weiterer wichtiger Punkt sei die gute Verankerung bei der Bevölkerung der angeschlossenen Gemeinden Sulgen, Kradolf-Schönenberg und Hohentannen. Viele Einwohner würden die Spitex durch eine Mitgliedschaft direkt unterstützen.