Spitex Mittelthurgau baut Dienstleistungen markant aus

WEINFELDEN. Nach der Fusion mit den Gemeinden Weinfelden, Bürglen, Schönholzerswilen und Wuppenau ist die neue Spitexorganisation rund um die Uhr im Einsatz.

Manuela Olgiati
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Martin Girsberger, Präsident der Spitex Mittelthurgau. (Bild: mao)

Martin Girsberger, Präsident der Spitex Mittelthurgau. (Bild: mao)

Am Neujahrsapéro der Spitex Mittelthurgau im Begegnungszentrum Giessenpark in Weinfelden dankte Kinderarzt Martin Girsberger, der neue Präsident der Spitex Mittelthurgau, den Mitarbeiterinnen der Gesundheits- und Krankenpflege, den Haushilfen und den Fahrern für die grosse Arbeit, die sie täglich leisten. 52 Mitarbeiterinnen sind ab 2012 bei der Spitex Mittelthurgau beschäftigt, die sich für ein Gebiet von insgesamt 15 000 Einwohner einsetzen.

Dienstleistungen ausgebaut

Die Anforderungen an die Spitexorganisation, die hilfsbedürftige Menschen zu Hause pflegt und betreut, sind stark gestiegen. Die Dienstleistungen wurden weiter ausgebaut, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden. Mit der Einführung der Fallpauschalen ab 2012 in den Schweizer Spitälern werden die Patienten früher entlassen, dies führt zu einer früheren Übernahme durch die Spitexbetriebe.

Die Betriebe müssen nun während 24 Stunden erreichbar und einsetzbar sein. Es braucht ausgewiesene Fachpersonen in der Pflege.

Akut- und Übergangspflege

«Diesen Anforderungen kann man nur in einer bestimmten Grösse genügen», sagt Sabine Kaulbach, Geschäftsleiterin in Weinfelden. Die Spitex Mittelthurgau gehört zu den sechs von 32 Thurgauer Organisationen, die ab 2012 die Akut- und Übergangspflege anbieten.

Dasselbe gilt für die Palliative Care. Die Umsetzung dieser Neuerungen brauche viel Wissen, Erfahrung und personelle Ressourcen, sagt Sabine Kaulbach.

Kapital von 480 000 Franken

Im November hatte die Mitgliederversammlung der zwei Spitex-Organisationen Weinfelden und Bürglen-Nollen über ihre Fusion zu einer einzigen Organisation entschieden. Der neu gegründete Spitexverein Mittelthurgau mit Sitz an der Steinachstrasse 5 in Weinfelden startet mit einem Kapital von 480 000 Franken.

«Grössere Flexibilität in der Erfüllung der Kundenbedürfnisse, wirtschaftliche sowie organisatorische Gründe veranlassten uns zu dieser Fusion», sagt Vizepräsidentin Therese Müller.

Abläufe werden vereinfacht

Grössere Organisationen haben auch den Vorteil, Synergien nutzen und gemeinsame Fachstellen betreiben zu können. Davon profitieren die Gemeinden. Die beiden Zentren Bürglen und Weinfelden bleiben erhalten und arbeiten enger zusammen. «Die gute und funktionierende Arbeit bei den Kunden soll nicht gestört werden», betont Sabine Kaulbach. Der Bereich Administration werde als Folge der Fusion strategisch koordiniert, Abläufe würden vereinfacht. Neu gibt es nur noch einen Vorstand und eine Betriebskommission.

Sabine Kaulbach, Geschäftsleiterin in Weinfelden. (Bild: mao)

Sabine Kaulbach, Geschäftsleiterin in Weinfelden. (Bild: mao)