Spitäler auf dem neusten Stand

Marc Kohler, der CEO der Spital Thurgau AG, war gestern zu Gast bei den Kreuzlinger Gewerblern. Er begründete die Millioneninvestitionen in Münsterlingen und Frauenfeld.

Kurt Peter
Drucken
Teilen
Marc Kohler CEO Spital Thurgau AG (Archivbild: TZ)

Marc Kohler CEO Spital Thurgau AG (Archivbild: TZ)

KREUZLINGEN. Die Thurgauer Spitäler sollen in der landesweiten Kliniklandschaft gut dastehen. Und das kostet Geld: Aktuell steht der Neubau des Spitals Frauenfeld für 400 Millionen Franken an. Dazu sprach der CEO der Spital Thurgau AG, Marc Kohler, gestern am Mittagslunch von Gewerbe Kreuzlingen.

Operationstrakt im Bau

Die Spital Thurgau AG sei gehalten, sich unternehmerisch und strategisch zu positionieren. Das benötige neben einer flexiblen Unternehmensstruktur Investitionen. Eine Klinik müsse immer auf dem modernsten Stand der Technik sein, sagt Kohler – auch um gutes Personal zu finden. In Münsterlingen wurden in den vergangenen Monaten der neue Eingangsbereich und die neue Cafeteria in Betrieb genommen. Im Bau befindet sich ein Trakt für Operationssäle. Beim Kantonsspital Frauenfeld haben die Arbeiten für die Tiefgarage begonnen. Das ist nötig, um später auf dem bisherigen Parkplatz Nord mit den Neubauten beginnen zu können. Das vom Verwaltungsrat und dem Regierungsrat abgesegnete Projekt «Horizont» sieht derzeit Investitionen von 287 Millionen Franken durch die Spital Thurgau und weiteren 100 Millionen durch den Kanton vor. Das Spital Frauenfeld besteht in den Grundzügen aus den 1960er-Jahren und muss den heutigen Anforderungen angepasst werden.

Zwei sind besser als eins

Auf die Frage, weshalb sich der doch eher kleine Kanton Thurgau zwei Spitäler leiste, verwies Marc Kohler auf eine Studie, welche landesweit durchgeführt wurde. Der Bedarf sei klar ausgewiesen, meinte Kohler. Der Bau eines «Zentrumspitals» in Weinfelden sei einer eingehenden Prüfung unterzogen und schliesslich abgelehnt worden. Allein der Neubau würde 800 Millionen bis eine Milliarde Franken kosten.

Die Kapazitäten des Frauenfelder Neubaus sollten bis 2030 reichen, «darüber hinaus will ich mich nicht festlegen», so der CEO der Spital Thurgau AG. Wenn der Zeitplan eingehalten werden kann, soll Ende 2014 der Generalunternehmer bestimmt sein. Kohler rechnet mit einer Bauzeit von vier bis fünf Jahren, so dass der Betrieb Ende 2018, «eher 2019 in Betrieb genommen werden kann».

Aktuelle Nachrichten