Spektakel an Horner Sand-Beach

HORN. Während dreier Tage gastierte die Suzuki Swiss Beach Soccer League auf dem Sandspielfeld am Horner Seeufer. Die Barfusskicker sorgten für die sportlichen Höhepunkte. Aber auch musikalisch kamen die Besucher auf ihre Kosten.

Ramona Riedener
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Legende (Bild:)

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Nachdem 18 Lastwagen 400 Tonnen Sand aus Süddeutschland angeliefert hatten, massen sich an drei Tagen 32 Mannschaften der Premier Challenge und Women's League auf dem Sandspielfeld vor einer zauberhaften Seekulisse. Das Spektakel im Sand sorgte nicht nur beim einheimischen Publikum für Unterhaltung, sondern lockte Gäste an aus der ganzen Schweiz und dem angrenzenden Ausland. Denn die Swiss Beach Soccer League gilt als eine der besten Strandfussball-Liga der Welt.

Auf und neben dem Sand

Während der Saison, die von Mai bis September dauert, sind Nationalspieler aus 13 Ländern in der Liga vertreten. Ein weiteres Highlight auf dem Festplatz war die Show der Eurodancers, des amtierenden Schweizer Meisters und Vize-Europameisters im Cheerdance. Für Stimmung und Copacabana-Feeling bis tief in den Morgen sorgte am Freitag- und Samstag Alpen-DJ Heiner. Während am Sonntag die Musikgesellschaft Tübach-Horn zum Frühschoppen aufspielte, hatten 75 Jugendliche Gelegenheit, mit Natispielern ein Schnuppertraining zu machen.

Vier Artisten und ein Goalie

Beach Soccer ist eine schnelle und torreiche Sportart. Etwa alle 30 Sekunden kommt es zu einer Torszene. Gespielt wird auf einem 20 bis 28 Meter breiten und 28 bis 35 Meter langen Spielfeld. Im Gegensatz zum Rasenfussball wird Sandfussball barfuss gespielt. Eine Mannschaft besteht aus vier Feldspielern, einem Torhüter und sieben Ersatzspielern. Die Spielzeit beträgt bei internationalen Spielen dreimal zwölf Minuten. Dazwischen gibt es jeweils drei Minuten Pause. Die Auswechslung der Spieler während einer Partie ist nicht limitiert.

Der Messi auf dem Sandspielfeld

«Sandfussball ist ein physischer Sport. Die Technik kommt erst später», sagt Reto Wenger, Präsident der Swiss Beach Soccer League. Fussball im Sand erfordere Kraft und Ausdauer. Laut Reto Wenger ist die Verletzungsgefahr aber bedeutend kleiner als beim Rasenfussball. Ab Februar bereiten sich die Spieler auf die kommende Saison vor, wo es an elf Turnieren gilt, den begehrten Meistertitel zu holen. Als Messi im Beach Soccer gilt zurzeit Noel Ott. «Er wurde kürzlich von der Fifa zum besten Nachwuchsspieler der Welt ernannt», sagt Reto Wenger. Dass der 19jährige Starsoccer nicht in Horn ist, liegt daran, dass er zurzeit mit der Nationalmannschaft an den European Games in Baku teilnimmt. Die Schweizer Nazi im Sandfussball ist momentan Nummer drei in der Weltrangliste und gilt als Favorit an der kommenden WM vom 9. bis 19. Juli 2015 in Portugal.

Das Wetter spielte mit

Einen attraktiven Sommerevent in Horn anbieten ist das Ziel des OK-Teams. Dass das Wetter bis fast zum Schluss perfekt mitgespielt hat, freut OK-Präsident Marco Forster ganz besonders. «Das Wetter war sensationell und die Stimmung super.» Obwohl einiges in der Region los war, wie das Rorschacher Fest und das St. Galler Kinderfest am Freitag, sei er mit der Besucherzahl sehr zufrieden. «Nächstes Jahr werden wir wieder die Synergien nutzen und das Turnier mit einem Public-Viewing während der Fussball Europameisterschaft kombinieren», sagt Marco Forster.

Im Kampf um den Ball stiebt der Sand. 400 Tonnen waren angeliefert worden. (Bild: Ramona Riedener)

Im Kampf um den Ball stiebt der Sand. 400 Tonnen waren angeliefert worden. (Bild: Ramona Riedener)