Spass am «Midnight Fun»

WEINFELDEN. Was lange währt, wird endlich gut: Zumindest der Auftakt zu der Reihe «Midnight Fun» übertraf die Erwartungen der Organisatoren bei weitem, kamen doch über 50 Jugendliche.

Christof Lampart
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Start geglückt: Die zweite Staffel von «Midnight Fun». Den Breakdance-Workshop haben die Jugendlichen selber gestaltet. (Bild: Stefan Schaufelberger)

Start geglückt: Die zweite Staffel von «Midnight Fun». Den Breakdance-Workshop haben die Jugendlichen selber gestaltet. (Bild: Stefan Schaufelberger)

Weinfelden war die erste Gemeinde im Kanton Thurgau, welche im vergangenen Jahr mit «Midnight Fun» einen viermonatigen Versuch startete. Nachdem dieser nur knapp befriedigend ausgefallen war, begann am Wochenende eine zweite Staffel. Diese wird an den kommenden sechs Samstagabenden fortgesetzt.

Weg von der Strasse

An dieser Eventreihe haben Heranwachsende vom Sekundarschulalter bis 18 Jahre die Möglichkeit, mit Spiel, Sport, Musik und Tanz den Samstagabend zu verbringen – «und nicht auf der Strasse herumzuhängen», wie die Weinfelder Gemeinderätin Heidi Güttinger in einer kurzen Eröffnungsrede erklärte.

Wichtige Eigenverantwortung

Wichtig bei «Midnight Fun» ist, dass die Jugendlichen die Angebote in der alten Turnhalle des Thomas-Bornhauser-Sekundarschulhauses nicht nur konsumieren, sondern auch selbst mitgestalten.

Sei es, dass sie selbst einen Breakdance-Workshop anbieten – wie dies am Samstag der Fall war – oder die Aufsicht über die Spielfelder übernehmen, den Kiosk betreuen, die Statistik beim Eingang führen oder draussen, in Begleitung eines Erwachsenen, nach dem Rechten schauen. «Eigenverantwortung und Gewaltfreiheit stehen bei diesem Projekt an oberster Stelle», sagt Heidi Güttinger, welche sich am Samstagabend selbst als Freiwillige für einen reibungslosen Verlauf einsetzte.

Ebenso gilt am «Midnight Fun» ein striktes Drogenverbot – egal, ob diese legal oder illegal sind. «Midnight Fun soll zeigen, dass Jugendliche auch ihre Freizeit sinnvoll gestalten können, ohne dass Alkohol und Tabak im Spiel sein müssen», sagt Projektleiterin Miya Kugler.

Ziel deutlich übertroffen

Erfreut zeigte sich die angehende Sozialarbeiterin Kugler auch über den grossen Anklang, den der Eröffnungsabend bei den Weinfelder und Märstetter Jugendlichen fand.

Als sie erfuhr, dass sich um 22 Uhr bereits 53 Jugendliche beim Eingang eingeschrieben hatten, erfuhr ihr ein spontanes «wow!». Die letztjährige Vorgabe, einen durchschnittlichen Besuch von zwischen 30 und 50 Personen zu erreichen, wurde mit 29 Teilnehmern ganz knapp verfehlt. Deshalb steht die diesjährige Reihe unter dem Druck, den anvisierten Durchschnitt erreichen zu müssen.

«Dieser Start ist einfach toll», strahlte denn auch Kugler, als sie die Zahl der Teilnehmer erfuhr. Und auch Heidi Güttinger liess keinen Zweifel darüber offen, dass bei einem weiterhin guten Besuch das Projekt «Midnight Fun» auch im Winter 2011 fortgesetzt wird.