Sparen am falschen Ort

Leuchtturm

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Das Sparen allgemein und die Sparübung von Romansorn im Besonderen liegen momentan in aller Munde. Also eigentlich vor allem vielen Menschen auf dem Magen. Gruppierungen und Parteien äussern sich in Medien und Foren über die geplanten Einsparungs-Ideen des Stadtrates. Der Grundtenor ist klar: da wird am falschen Ort gespart. Auch ich bin dezidiert dieser Meinung. Wenn in der Freiwilligenarbeit sowie dem kulturellen oder sportlichen Leben gespart wird, zäumen wir das Pferd ganz bestimmt von hinten auf.

Natürlich produziert auch kleines Vieh Mist, aber diese Art macht den Braten ganz bestimmt nicht fett. Es verärgert aber unzählige aktive Bürger, welche ihre Dienste für ein Dankeschön-Jahresessen der Allgemeinheit zur Verfügung stellen. Wenn nun aber genau diese Leute geprellt werden, welche gewillt sind, etwas zur Gemeinschaft beizutragen, so kann das nicht die Stossrichtung in eine bessere Zukunft sein. Das führt nicht aus den roten Zahlen, sondern zu roten Köpfen und frustrierten Helfern, welche ihren Einsatz für die Öffentlichkeit als nicht gewürdigt empfinden. Solche Bürger werden in Zukunft bei Anfragen aus der Gesellschaft, da oder dort doch mitzuwirken, dankend ablehnen.

Auch mir ist klar – Sparübungen müssen sein. Und überall, wo man den Rotstift ansetzt, wird sich die eitle Freude in Grenzen halten. Das ist logisch. Und dass der Stadtrat bei jeglichen Bemühungen, Gelder einzusparen, Richtung Buhmann rutscht, liegt in der Natur der Sache. Also notiere ich die Quintessenz: Sparübungen dürfen nicht bei der Wertschätzung der aktiven Bürger beginnen. Da gibt es einträglichere Bereiche. Ich möchte als gutes Beispiel vorangehen – und spare mir bei diesem Text nun weitere Worte…

Christoph Sutter