Spar in Landschlacht schliesst

Der Spar-Markt in Landschlacht muss Ende November schliessen, sagt der Ladenbesitzer Patrik Haag. Einzig ein Umzug an die Seestrasse könnte den Laden retten. Doch dafür fehlen Patrik Haag die Investoren.

Daniel Daester
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Zu klein, zu alt und am falschen Standort ist der Spar-Markt in Landschlacht. (Bild: Reto Martin)

Zu klein, zu alt und am falschen Standort ist der Spar-Markt in Landschlacht. (Bild: Reto Martin)

landschlacht. Während die Grossverteiler kontinuierlich wachsen, kämpfen viele der kleineren Dorfläden ums Überleben. Auch der Spar in Landschlacht verliert Kunden an die Grossen und wird nun schliessen müssen.

Viele Kunden kämen nur in den Laden, um das zu kaufen, was sie in Migros oder Coop vergessen hätten, sagt der Ladenbesitzer Patrik Haag. «Davon können wir nicht leben, die Margen sind zu klein.» Vor wenigen Jahren sei das noch gegangen, heute verdiene er aber zu wenig.

Nur Neubau könnte helfen

Ein Problem des Spar ist sein Standort. Etwas abseits der vielbefahrenen Seestrasse entgeht Haag der ganze Durchgangsverkehr. Ein neuer Standort an der Seestrasse mit Bank und Coiffeur in der Nähe sei gefunden, sagt der Münsterlinger Gemeindeammann René Walther. «Der Kanton ist bereit, das Land nach Absprache mit der Gemeinde zu verkaufen. Investieren müssen aber Private», sagt Walther.

Risiko ist zu hoch

Doch für den Neubau, der rund eine Million Franken kosten würde, fehlen bisher die Geldgeber. «Ich kann das Risiko nicht tragen», sagt Haag. Ihm sei aber klar, dass der Laden am derzeitigen Standort und mit der veralteten Einrichtung nicht mehr dem geforderten Standard entspreche. Findet sich für den Neubau jedoch ein Geldgeber, «übernehme ich die 300 000 Franken für die Ladeneinrichtung», sagt Haag.

Gemeinde lässt Kontakte spielen

«Schliesst dieser Laden, ist das für die Gemeinde ein grosser Verlust», sagt Walther. Deshalb habe er sich mit der Vermittlung von Kontakten auch an der Suche nach Investoren beteiligt. Leider bis heute ohne Erfolg. Schwierig dürfte die Suche nach Geldgebern auch deshalb sein, weil die Liegenschaft keine hohe Rendite abwerfen wird. «Wir können nur moderate Mietzinsen bezahlen», sagt Haag. Eine Rendite von acht Prozent und mehr gäbe es auf diesem Objekt mit Sicherheit nicht, betont er.

Der neue Standort direkt an der Seestrasse – eine der meistbefahrenen Strassen des Kantons – dürfte dem Spar-Markt die nötigen Kunden bringen. «Wenn wir den Durchgangsverkehr nutzen können, dann kann ich weitermachen», sagt Haag. Mit einem Neubau bekäme der Laden auch deutlich mehr Fläche und das Angebot würde vergrössert.

Auch Post soll verschwinden

Neben dem Spar-Markt ist auch die Zukunft der Poststelle in Landschlacht unsicher. Sie steht schon seit längerem auf der Liste der nicht rentablen Postfilialen und eine Schliessung ist wahrscheinlich. Auf Anfrage sagt die Post, das Verfahren laufe und man sei mit der Gemeinde im Gespräch. Es sei aber noch offen, wann welche Entscheidung getroffen werde.

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