Spannendes Wechselspiel zwischen alt und neu

Nach alten Fotos ist der 1911 erstellte Altbau originalgetreu restauriert worden. «Ich muss das Gebäude ergründen und erkennen, welche Veränderungen es erlaubt», beschreibt Tilla Theus ihren Umgang mit denkmalgeschützten Bauten.

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Nach alten Fotos ist der 1911 erstellte Altbau originalgetreu restauriert worden. «Ich muss das Gebäude ergründen und erkennen, welche Veränderungen es erlaubt», beschreibt Tilla Theus ihren Umgang mit denkmalgeschützten Bauten.

Aus dem Bestand entwickeln

Das Neue liege im Alten, man müsse es nur bergen, sagt sie: «Wenn man aus dem Bestand heraus entwickelt, ist auch ein Bruch problemlos möglich.» Ein transparenter Zwischenbau mit Bambusstäben als Abschattungselement verbindet den Alt- mit dem Neubau, der durch seine schlichte, eigenwillige Formensprache und die Natursteinfassade auffällt und einen augenfälligen Kontrastpunkt setzt – zur Strasse hin ganz fensterlos, dafür öffnet eine grosszügige Glasfront den Blick auf den See und den neu angelegten Garten. Für die Freidorfer ist der moderne abgesetzte Anbau, der schon als «Kirche» bezeichnet worden ist, sicher gewöhnungsbedürftig.

Auf den zweiten Blick

Dies ganz im Sinne von Tilla Theus: «Meine Architektur muss nicht Liebe auf den ersten Blick auslösen. Mich freut, wenn meine Arbeit auf den zweiten Blick verstanden wird – und dafür Bestand hat.» Noch ist der Innenausbau im aufblühenden Mammertsberg-Komplex in vollem Gange. Ein Ambiente mit viel Authentischem und edlen Materialien, ein spannendes Wechselspiel zwischen alt und neu wird die Gäste schon bald erwarten.

Ein 17-Punkte-Koch

Die Reize für die Sinne wird auch der Chef in der Küche anzustacheln wissen: August Minikus, mit 17 Gault-Millau-Punkten dekoriert, wird zusammen mit Gattin Luisa das Haus führen. (me)