Spannender Prozess filmisch verewigt

Die Sekundarschule Horn «baute» von 2006 bis 2009 ihre Schule pädagogisch um. Begleitet wurde das Vorhaben von einem Filmprojekt, das jetzt in Weinfelden vorgestellt wurde.

Christof Lampart
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horn. Die Ausgangslage in der thurgauischen Enklave am Bodensee war klar: Als Kleinschule mit 80 Schülerinnen und Schülern kam sie wegen der neu eingeführten Pauschalfinanzierung unter ökonomischen Druck. Nachdem die Schule diverse Möglichkeiten abgewogen hatte, entschied sie sich dafür, im Sommer 2007 die gesamte Schule gleichzeitig auf ein Lernkonzept mit alters- und leistungsheterogenen Stammklassen umzubauen, wie sie schon länger beispielsweise in Alterswilen erfolgreich praktiziert wurde.

Das Projekt wurde von Jürg Brühlmann filmisch begleitet. An insgesamt zehn Aufnahmetagen zwischen Herbst 2006 und bis Ende 2009 wurde die Umsetzung und Entwicklung von «Horn baut um» (so der Name des Videos) filmisch festgehalten.

Spannungsgeladen

Am Mittwochnachmittag wurde der eindreiviertelstündige Film einem Fachpublikum – unter ihnen auch Schulleitung, Lehrer und Schülerinnen und Schüler aus Horn – in der Aula des Bildungszentrums für Gesundheit, Weinfelden, vorgestellt.

Der Film zeigt, wie spannend und spannungsgeladen ein solcher Prozess ist. Von «Friede, Freude, Eierkuchen» konnte – vor allem im ersten Jahr – überhaupt nicht die Rede sein.

Grosse Offenheit

Insbesondere die Drittklässler und die alteingesessenen Pädagogen hatten mit der plötzlichen Umstellung ihre Mühe. Umso überraschender sei es für ihn gewesen, so Filmemacher Brühlmann, dass ihm nie Auflagen gemacht worden seien. «Da kam niemand zu mir und sagte, das und jenes wolle er nicht im Film haben.

Manchmal war ich sogar überrascht, wie einfach mir alles gemacht wurde. Ich ging in die Klassen und filmte einfach. Das hätte ich mir nicht so leicht vorgestellt», lobte Brühlmann die «Offenheit aller Beteiligten».

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