SP sagt Ja zu Steuererhöhung um 4 Prozentpunkte

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Romanshorn Die SP hat sich an ihrer Mitgliederversammlung eingehend mit dem Voranschlag der Stadt befasst. Man war sich einig, dass etwas geschehen muss: entweder den Steuerfuss anheben oder sparen. Die Befürworter der Steuerfusserhöhung argumentierten, die Stadt brauche das Geld dringend, und eigentlich gleiche man ja nur die beiden Steuersenkungen um je 2 Prozentpunkte der letzten Jahre wieder aus. Sie anerkannten auch, dass der Stadtrat dem breit abgestützten Wunsch der Bevölkerung entgegengekommen sei und die Planungsausgaben deutlich gesenkt habe. Demzufolge ist zu verstehen, dass die Funktion der Stadtplanerin auslaufend ist. Ein Nein zur Steuerfusserhöhung würde sehr viele Leute schmerzlich treffen. Die Gegner machten sich Sorgen wegen der rasant steigenden Nettoschuld der Stadt, und sie hielten eine Steuerfuss­erhöhung für überflüssig, da es noch genügend Sparpotenzial gäbe. Erwähnt wurden nebst Einsparungen im Strassenbau und beim Seebadkredit hauptsächlich der Investorenwettbewerb für den Stadtplatz (200000 Franken) und die Ausgaben für eine neue Buslinienführung (180000 Franken) zur Beruhigung des Zentrums. Die vorgesehene Investition von 1,8 Millionen in den Ausbau des Bodan-Gebäudes wurde in einigen Bereichen ebenfalls in Frage gestellt, insbesondere konnte der Stadtpräsident bezüglich des Mietkostenvergleiches gegenüber der bestehenden Lösung nicht transparent Auskunft geben. Die Mitglieder empfahlen das Budget schliesslich zur Annahme und sagten auch Ja zur Steuerfusserhöhung um 4 Prozentpunkte.

Die Budgets der Schulen wurden ebenfalls behandelt und einstimmig angenommen. (red)