SP ist für Privatisierung

2008, als die Primarschulbürger 280 000 Franken für eine Neuausstattung der Schulzahnklinik (SZK) sprachen, hatte sich die SP noch am vehementesten dafür stark gemacht. Jetzt folgt die Partei (mit 10:6) dem Antrag der Schulbehörde, die SZK zu privatisieren.

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2008, als die Primarschulbürger 280 000 Franken für eine Neuausstattung der Schulzahnklinik (SZK) sprachen, hatte sich die SP noch am vehementesten dafür stark gemacht. Jetzt folgt die Partei (mit 10:6) dem Antrag der Schulbehörde, die SZK zu privatisieren. Die Schule schafft sich einen defizitären Klotz vom Hals. Ausgaben von 340 000 Franken entfallen so. Das gäbe Spielraum, um den Steuerfuss von 67 auf 65 Prozent zu senken. Die Reihenuntersuchungen und Prophylaxe aber blieben gesichert, betont Schulpräsidentin Regina Hiller: durch die jetzige SZK-Leiterin Figen Akyelken gegen eine Abgeltung von 60 000 Franken.

Sie übernimmt im August 2015 die Zahnklinik. Dies, wenn die Schulbürger am 30. November zustimmen. Akyelken führt den Betrieb mit halbiertem Personalbestand – und selber zu einem geringeren Lohn – selbständig weiter, in Miete. Die Bedürfnisse hätten sich geändert, sagt Behördemitglied Urs Gähwiler. Die Schule habe ihre Mittel dort zweckgerichtet einzusetzen, wo sie heute benötigt würden, etwa für Tagesstrukturen, Mittagstisch – oder um Schüler in der grundlegenden deutschen Sprache sattelfester zu machen.

Die Privatisierung entlaste die Schule stark, bringe anderseits aber «nur minime Mehrkosten» für die Eltern, die in der Regel auch besser versichert seien, entkräftet Gähwiler Einwände. Härtefälle federten das Sozialamt und die Peregrina-Stiftung heute schon ab. (me)

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