Sorge um einen schönen Ort

Lärm, Littering und Vandalenakte gefährden die Idylle beim Bädli in Riedt. Es ist viel Aufwand nötig, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken.

Hannelore Bruderer
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Einladend: Das Bädli-Areal mit Weiher und Liegewiese. (Bild: Hannelore Bruderer)

Einladend: Das Bädli-Areal mit Weiher und Liegewiese. (Bild: Hannelore Bruderer)

RIEDT. Die warmen Temperaturen laden zum Feiern im Freien ein. Dass man sich dafür einen besonders schönen Platz auswählt, ist verständlich. Einer dieser Plätze ist das Bädli. «Das Areal neben dem Weiher mit Feuerstelle, Tisch und Sitzbänken wird von den Einwohnern gerne genutzt», sagt Gemeindepräsident Roman Brülisauer. «Leider wissen aber nicht alle, wie man sich auf öffentlichem Grund zu benehmen hat.»

Ab 22 Uhr gilt Nachtruhe

Dass nicht immer alle Abfälle den Weg in den Abfalleimer finden, ist nur eines der Ärgernisse, mit denen sich die Gemeinde und der Bädliverein herumschlagen müssen. Leere Dosen und Flaschen, die im Weiher schwimmen, Reklamationen der Anwohner wegen Nachtruhestörung und aufgebrochene Türen bei der Regulastube, obwohl es dort nichts von Wert zu holen gibt, sind weitere Punkte, die der Gemeindepräsident aufzählt. «Besonders krass und höchst gefährlich war, dass einmal jemand eine Lampe demontiert hat, vermutlich, um dort Strom abzuzapfen», berichtet der Gemeindepräsident und schüttelt über so viel Unverstand den Kopf.

Lampen wieder entfernt

Die Beleuchtungskörper, die nach der Sanierung des Bädli vor acht Jahren angebracht worden waren, um abends den Weg entlang des Weihers auszuleuchten, fielen ebenfalls der Zerstörungswut nächtlicher Besucher zum Opfer. Die Lampen mussten vor rund drei Jahren entfernt werden. Die Leitung wurde stillgelegt. Wer beim Bädli Littering betreibt und Schäden verursacht, ist kaum zu ermitteln.

Alles, was auf dem Platz liegengelassen wird, sammeln die Mitglieder des Bädlivereins oder die Mitarbeiter des kommunalen Werkhofs ein. Sie reparieren und ersetzen ebenfalls, was andere mutwillig kaputtgemacht haben. Dieser zeitliche Aufwand und die damit verbundenen Kosten müssten nicht sein, ist Roman Brülisauer überzeugt.

Der Gemeindepräsident appelliert deshalb an die Benützer des Platzes, diesen sauber zu verlassen und nichts zu beschädigen, damit die Erler Bevölkerung weiterhin Freude an ihrem schönen Platz haben könne.