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SONTERSWIL: Ein Dorf im Ausnahmezustand

In Sonterswil ist gestern das Turnfest Seerugge gemütlich angelaufen. Die Turnerinnen und Turner kämpfen um Punkte, richten sich auf dem Zeltplatz ein, freuen sich auf ein grosses Party-Wochenende.
Martina Eggenberger Lenz
Gestern nachmittag fanden die Leichtathletik-Einzelwettkämpfe statt, zum Beispiel im Sprint. (Bild: Donato Caspari)

Gestern nachmittag fanden die Leichtathletik-Einzelwettkämpfe statt, zum Beispiel im Sprint. (Bild: Donato Caspari)

SONTERSWIL. Die Vorfreude steht ihnen ins Gesicht geschrieben. In ihren – noch – leuchtend grünen Trainingsanzügen schreiten die Turner aus Sulgen kurz nach dem Mittag aufs Festgelände zu. Ein Blick links, ein Blick rechts. «Die haben sich echt Mühe gegeben. Schöne Anlage», urteilen die jungen Männer über die von den Sonterswilern bereitgestellte Infrastruktur.

Die motivierten Turner sind aus zwei Gründen da. Erstens wollen sie ihre individuelle Leistung testen, sich mit sich selbst und anderen messen. Und zweitens wollen sie ordentlich feiern. Die Priorität der zwei Gründe variiert. Auf dem Zeltplatz oberhalb des Festgeländes hat es sich manch einer schon gemütlich eingerichtet und die Bierdose in der Hand. Schon Feierabend? «Klar, das Zelt steht ja.» Das ist bei den Jungs aus Eschenz noch nicht der Fall. «Wo ist Westen?», fragt einer. Der Eingang soll auf die andere Seite. Damit es nicht rein regnet, falls es denn kommt. «Wer nicht schläft, der wird auch nicht nass,» bemerkt einer keck.

Weitsprung fällt ins Wasser

Ja, der Regen. Er hat auf dem Festgelände seine Spuren hinterlassen. Auf den Wiesen haben sich einige Pfützen gebildet. Die Weitsprunganlage wurde überschwemmt. In Anbetracht der Menge, die in den letzten Tagen herunterkam, sieht es aber noch gut aus. Die Organisatoren haben viel Holzschnitzel gestreut und Anlagen mit Folien geschützt. Auf dem Zeltplatz stehen Traktoren bereit, um die Wagen am Sonntag aus dem Dreck zu ziehen.

«Viel mehr konnten wir nicht machen», sagt OK-Präsident Patrick Reusser. Er ist zuversichtlich, dass das Wetter seinem Fest nicht schadet. «Die Turner kommen so oder so. Es werden höchstens ein paar Zuschauer weniger.» Stimmt, ein Turner kennt kein schlechtes Wetter. «Nur schlechte Kleidung», betonen die Frauen und Männer aus Gachnang-Islikon. An seinen Schuhen hat das eingespielte Team noch Dreck vom letzten Turnfestwochenende in Gams.

Endlich läuft was

Die zwei Vertreter des TV Neuwilen gehören mit 40plus zu den älteren Teilnehmern im Einzelwettkampf. Sie wollen jetzt zeigen, wofür sie das Jahr über trainiert haben. «Wenn wir dann im Klettern oder beim Laufen schneller sind als die Jungen, dann freut uns das schon ein bisschen», erklären sie, während sie beherzt in eine Bratwurst beissen.

Guter Laune ist auch eine Anwohnerin, die direkt neben dem Schulhaus wohnt. Sie darf mit ihrer Familie während des Turnfests im Hotel übernachten. «Damit wir uns vom Lärm nicht gestört fühlen.»

Die Sonterswiler Kindergärtnerin zeigt sich flexibel: «Wir konnten heute morgen nicht mehr in die Turnhalle. Also haben wir halt im Chindsgi geturnt.» Der Trubel habe auch sein Gutes. «Endlich läuft hier mal was!»

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