Sommernachtsfest, wie es vor hundert Jahren war

Das Drei-Tage-Fest in Romanshorn von Donnerstag bis Sonntag hat eine zwanzigjährige Tradition. Tatsächlich aber reichen seine Wurzeln viel weiter zurück. Bereits 1924 trafen sich die Leute am Hafen, um bei sommerlicher Temperatur ein Feuerwerk zu geniessen. Das zeigen alte Fotos der Museumsgesellschaft.

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Auf dem Schiff «Wilhelm» fuhr man aus dem Hafen, um sich ein Feuerwerk anzuschauen. Ebenfalls um 1924. (Bilder: pd/Museumsgesellschaft Romanshorn)

Auf dem Schiff «Wilhelm» fuhr man aus dem Hafen, um sich ein Feuerwerk anzuschauen. Ebenfalls um 1924. (Bilder: pd/Museumsgesellschaft Romanshorn)

ROMANSHORN. Heuer feiert das Sommernachtsfest sein Zwanzig-Jahr-Jubiläum, aber Sommerfeste gibt es in Romanshorn schon weit länger. So machten sich die Anwohnerinnen und Anwohner der Hafenstadt mit Häubchen und Reifrock, Zylinder und Frack bereits im Jahr 1924 chic, um ein grosses Feuerwerk, vermutlich auch Musik und eine Festwirtschaft – man weiss es nicht genau – am Bodensee zu geniessen. Man traf sich an Bord kleiner Schiffe oder beim Steg und amüsierte sich bei den warmen Temperaturen und in guter Begleitung. Das zeigen alte Schwarz-Weiss-Fotos der Museumsgesellschaft, die mit Füller und den Worten «Seenachtfest» beschriftet sind. Was indes ganz unverändert darauf ausschaut, ist das Massivlagerhaus nahe am Wasser. (tva)

Eine Festgilde um 1924 vor dem Massivlagerhaus.

Eine Festgilde um 1924 vor dem Massivlagerhaus.