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SOMMERI: Freiheit hinter Gittern

Die Clowns Ueli Bichsel und Silvana Gargiulo traten in der Löwenarena mit einem komisch-tragischen Stück auf.
Ueli Bichsel und Silvana Gargiulo bauen sich ein Gefängnis, um frei zu sein. (Bild: Yvonne Aldrovandi-Schläpfer)

Ueli Bichsel und Silvana Gargiulo bauen sich ein Gefängnis, um frei zu sein. (Bild: Yvonne Aldrovandi-Schläpfer)

In einem alten Waschzuber kommt das Clown-Duo daher gefahren. Neugierig spähen die beiden unter ihrem Regenschirm hervor und fragen sich, ob sie aussteigen oder besser sitzen bleiben sollen. Voller Unsicherheit und Angst warten sie auf eine ungewisse Zukunft. Mit ihrer skurrilen und witzigen Art ziehen Ueli Bichsel und Silvana Gargiulo das zahlreich erschienene Publikum sogleich in ihren Bann. Die beiden Bühnenkünstler haben in der Löwenarena Sommeri ihr Programm «Nichtsnutz» am Samstagabend aufgeführt.

Um sich und ihre Besitztümer zu schützen, bauen sich die zwei Clowns auf einer gewonnenen Parzelle einen sicheren Ort. Aus fünf rostigen Gittern schaffen sie sich ein Gefängnis – ein Gefängnis um frei zu sein. Dort drinnen ist es harmonisch, voller Positivität und frischer Luft. Ihre neuen Nachbarn hingegen – gemeint ist das Publikum – sitzen im Dunkeln, sind voller Negativität, dumm und stinken. Nachdem sich Bichsel und Gargiulo mit einem schlüssellosen Schloss in ihrer Zelle eingesperrt haben, sitzen sie da – für immer.

Mit ihrer Aufführung hat das ungleiche Clownpaar das Publikum immer wieder zum Lachen gebracht, aber auch zum Nachdenken angeregt. Ueli Bichsel und Silvana Gargiulo verstehen es, Komik und Tragik miteinander zu verbinden – mit heiteren und nachdenklichen Sequenzen.

Eigene Fantasie einbringen

«Ich habe von der Aufführung in der Zeitung gelesen, meine Erwartungen haben sich erfüllt. Das Clownstück ist tiefgründig», sagt Agnes Lorenzi aus Güttingen. Und Heinz Sutter aus Schönbühl/BE meint: «Ich wurde eingeladen, deshalb bin ich hier. Es war sehr unterhaltsam. Die italienische Sprache von Silvana Gargiulo sorgte für Auflockerung.» Michaela und Edi Ahorn aus Zezikon sind auf Empfehlung ihrer Bekannten gekommen. «Es hat uns sehr gut gefallen, auch wir würden es weiterempfehlen.» Ahorns sind sich einig: «Das Stück regt zum Nachdenken an. Man muss auch die eigene Fantasie einbringen, um alles Inhaltliche verstehen zu können.»

Yvonne Aldrovandi-Schläpfer

amriswil@thurgauerzeitung.ch

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