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SOMMERI: Bisher nur im Fernsehen gesehen

Die Bauernhofspielgruppe Schöfli durfte einem Schaf-Scherer bei seiner Arbeit über die Schulter schauen. Etwas, was man nicht täglich zu Gesicht bekommt.
Maria Keller
Die Kinder verfolgen vom Gatter aus, wie die Schafe geschoren werden. (Bild: Donato Caspari)

Die Kinder verfolgen vom Gatter aus, wie die Schafe geschoren werden. (Bild: Donato Caspari)

Für die Bauernhofspielgruppe Schöfli aus Sommeri unter der Leitung von Ramona Frei war es ein besonderer Nachmittag. 70 Schafe wurden geschoren. Für die Kinder ein einmaliges Schauspiel. Wer auf einem Bauernhof aufgewachsen ist, weiss, dass die Milch nicht aus dem Kühlregal kommt, heisst es oft. Oder nach Ramona Frei: «In der Bauernhofspielgruppe sollen Kinder die Vorteile eines Lebens auf dem Bauernhof kennen lernen.» Der elterliche Hof von Frei in Sommeri bietet sich dafür an. Auf dem Bauernhof begegnen die Kinder Schafen, Ziegen, Hunden, Katzen, Hühnern und Kaninchen. «Wir backten schon Brot mit den Kindern, fuhren Traktor und machten selbst Apfel- und Traubensaft, je nach Saison», sagt die Leiterin. «Oder schauen den Profis beim Schafescheren zu.» Am Samstagnachmittag finden sich zahlreiche Eltern mit ihren Kindern auf dem Hof ein. «Unsere Tochter beobachtet die Schafe fast täglich, da ist es für sie spannend zu sehen, wie sie ihr Haar verlieren», sagt ein Vater.

Ein ganz einfacher Prozess ist dies nicht. Erst wird das Schaf auf den Boden gesetzt. «Sitzend lassen sie sich problemlos scheren», sagt Frei. Der Scherer – ein Engländer – entfernt schliesslich die Wolle mit der Maschine. «Wir scheren die Schafe zweimal pro Jahr, im Frühling und im Herbst.» Die Wolle wird an die Firma fiwo in Amriswil geliefert, wo daraus unter anderem Isolationen entstehen. Denn die Schafe der Rasse Suffolk geben eine Menge Wolle. «Die sind ja riesig», sagt ein Kind zu Beginn erstaunt.

Während des Scherprozesses stehen die Kinder so nah wie möglich am Gatter, das sie aus Sicherheitsgründen vom Geschehen trennt. «Die meisten Kinder und auch Eltern sehen das zum ersten Mal und wissen vorher nicht, wie so etwas abläuft», sagt Frei. «Ich habe das vorher erst im Fernsehen gesehen», bestätigt die Mutter eines Kindes. Ein Bauernhof an sich ist schon Programm genug, da wird es keinem Kind so schnell langweilig.

Maria Keller

amriswil@thurgauerzeitung.ch

Hinweis

Genauere Infos zur Bauernhofspielgruppe Schöfli: www.bauernhofspielgruppe-schoefli.ch. Tag der offenen Türe am Samstag, 28. April, von 14 bis 16.30 Uhr.

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