Sömmerchen ausgetrickst

Eine Wettersingularität ist eine Wetterlage, die sich alljährlich mit grosser Wahrscheinlichkeit wiederholt. Das heisst, sie muss in zwei von drei Fällen eintreffen. So eine Singularität ist auch das Martinisömmerchen: die letzte noch milde Wetterlage vor dem ersten Wintereinbruch (St.

Christoph Frauenfelder
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Eine Wettersingularität ist eine Wetterlage, die sich alljährlich mit grosser Wahrscheinlichkeit wiederholt. Das heisst, sie muss in zwei von drei Fällen eintreffen. So eine Singularität ist auch das Martinisömmerchen: die letzte noch milde Wetterlage vor dem ersten Wintereinbruch (St. Martin, 11. November). Weitere Singularitäten sind zum Beispiel die Schafskälte und die Hundstage. Heuer wird das Martinisömmerchen jedoch ausgetrickst, und der Wetterfahrplan geht gleich zu vorwinterlichen Verhältnissen über. Am vergangenen Freitag wurde nach klarer Nacht verbreitet der erste Frost in der Messhütte zwei Meter über Boden registriert.

Die nordwestliche Strömung bleibt diese Woche bestehen. In ihr wird kalte und feuchte Luft an die Alpen geführt, wo sie sich staut und zu Niederschlägen führt. Die Intensität und die Häufigkeit nehmen im Laufe der Woche ab. In der ersten Wochenhälfte liegen sogar nasse Schneeflocken drin. Sonne gibt es bei dieser Grosswetterlage nur wenig zu sehen. Die Temperaturen erreichen in der ersten Wochenhälfte tagsüber maximal fünf, in der zweiten Wochenhälfte um sieben Grad. Nachts ist verbreitet mit leichtem Frost zu rechnen. Damit bewegen sich die Temperaturen für diese Jahreszeit eindeutig im zu kühlen Bereich.

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