So geht es nicht weiter

Die Kündigung von Stadtschreiber Beat Müller ist für Bischofszell ein herber Verlust. Er war in der Bevölkerung beliebt, seine Arbeit wurde in der Öffentlichkeit nie beanstandet oder kritisiert. Umso mehr muss sein plötzlicher Abgang zu denken geben.

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Die Kündigung von Stadtschreiber Beat Müller ist für Bischofszell ein herber Verlust. Er war in der Bevölkerung beliebt, seine Arbeit wurde in der Öffentlichkeit nie beanstandet oder kritisiert. Umso mehr muss sein plötzlicher Abgang zu denken geben. Von aussen ist es schwierig zu beurteilen, wie die Stimmung im Bischofszeller Rathaus tatsächlich ist. Zumal es offensichtlich zwischenmenschliche Probleme zwischen Stadtammann Josef Mattle und Stadtschreiber Beat Müller gibt.

Tatsache ist aber, dass der Führungsstil von Josef Mattle nicht zum ersten Mal in der Kritik steht. Bei der letzten Erneuerungswahl der Stadtbehörde war dies ein zentrales Thema. Kritik kam damals vor allem von Vize-Stadtammann Adolf Keller. Mit der Folge, dass die Bischofszeller Stimmberechtigten Josef Mattle mit gutem Resultat wiederwählten und Adolf Keller abwählten. Alle anderen Stadträte hatten geschwiegen.

Es werden immer wieder Stimmen laut, die sagen, dass es nach der Wiederwahl um den Führungsstil des Stadtammanns nicht besser, sondern schlimmer geworden sei. Nach der Kündigung von Beat Müller ist es an der Zeit, dass auch der Stadtrat und die Parteien Stellung beziehen. Wenn die Zusammenarbeit mit Mattle so schwierig oder gar unmöglich ist, dann sollen sich die Behördemitglieder und die Politiker endlich öffentlich dazu äussern. Oder sich hinter ihren Stadtammann stellen. So jedenfalls kann es nicht mehr weitergehen. Urs Bänziger

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