Sinkende Schülerzahlen zwingen zum Handeln

In der Bitzihalle informierte die Volksschulgemeinde Bischofszell über die bevorstehende Umstellung auf das Mehrklassensystem. Die Eltern äusserten sich teils kritisch, teils zustimmend.

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BISCHOFSZELL. Der Präsident der Volksschulgemeinde Bischofszell, Felix Züst, die Schulleiterinnen Barbara Vogel und Ulla Wyser sowie Anne Varenne sprachen an diesem Informationsabend über die in diesem Sommer an der Primarschule Bischofszell erfolgende Umstellung auf das Mehrklassensystem.

Mehrere Gründe

Felix Züst erläuterte zu Beginn der Veranstaltung den eingeladenen Eltern die Gründe für die Umstellung.

Anhaltender Schülerrückgang sowie das Bestreben, über die kommenden Jahre möglichst stabile Klassengrössen gewährleisten zu können, bilden nach den Worten des Schulpräsidenten die wichtigsten Gründe.

Anne Varenne, welche die Lehrpersonen bei der Umstellung in Weiterbildungskursen seit längerer Zeit unterstützt, sprach darauf über die pädagogischen Aspekte des «mehrklassigen» Unterrichts.

Es folgten Erfahrungsberichte zweier Lehrerinnen, die bereits jetzt mit zwei Klassen gleichzeitig arbeiten. Im letzten Teil stellten sich Felix Züst, Anne Varenne und Barbara Vogel den Fragen der anwesenden Eltern.

Appell des Schulpräsidenten

Nebst neutralen und positiven Statements waren auch etliche kritische Stimmen zu hören.

So wurden verschiedene Sorgen und Befürchtungen geäussert, etwa bezüglich Konzentrationsfähigkeit der Kinder, Aufteilung der bestehenden Klassen oder vermehrtem Klassenwechsel in der Anfangsphase der Umstellung. Auch der Wunsch nach kleineren Klassen wurde mehrmals ausgesprochen. Anne Varenne appellierte diesbezüglich an die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, auf kantonaler Ebene diejenigen Politiker zu wählen, «die Geld in die Bildung fliessen lassen».

In seinem Schlusswort ermunterte Felix Züst die Mütter und Väter, ungeachtet der noch offenen Fragen mit Mut und Zuversicht in die Zukunft zu blicken. Der Schulpräsident sprach dabei Gemeinden wie Hauptwil an, welche den Wechsel zur «Mehrklassigkeit» bereits vollzogen hätten, und dies zum Teil mit deutlich weniger Vorbereitungsaufwand. «Und Hauptwil steht noch!», stellte Felix Züst in seinem Schlussvotum augenzwinkernd fest und verabschiedete dann die zahlreich erschienenen Betroffenen und Interessierten. (pd)

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