Sieben Frauen sorgen für Spiel und Spass

Vor 17 Jahren ist der Ferienpass aus einem Gespräch in der Badi entstanden. Die Teilnahme ist seit jeher heiss begehrt. Über 80 Kinder meldeten sich heuer für einen oder mehrere Kurse an.

Fritz Heinze
Drucken
Teilen
Mit grosser Konzentration sind drei Mädchen damit beschäftigt, Engel zu gestalten; sie wählen die Farben selber aus und entscheiden sich für eine bestimmte Form. (Bild: Fritz Heinze)

Mit grosser Konzentration sind drei Mädchen damit beschäftigt, Engel zu gestalten; sie wählen die Farben selber aus und entscheiden sich für eine bestimmte Form. (Bild: Fritz Heinze)

In der vergangenen Woche waren die Schülerinnen und Schüler in Sachen Ferienpass unterwegs. Es boten sich für alle Mädchen und Buben Kurse an, die ihren Neigungen entsprachen. Othmar Mäder, ehemaliger Lehrer in Steinach, hat die fast zwei Jahrzehnte dauernde Existenz des Ferienpasses positiv in Erinnerung: «Die Schüler warteten jeweils auf die Informationen über den Ferienpass und bekundeten immer grosses Interesse.»

Zu erwähnen sei aber auch, dass sich das organisierende Frauenteam bemüht zeigte, das Angebot laufend zu verbessern. Claudia Anliker aus Obersteinach gibt schon etliche Jahre Kurse im Glasfusing, einer Tätigkeit, die bei den Mädchen und sogar bei den Buben eine gute Resonanz erzielt. Sieben Mädchen widmeten sich am diesjährigen Kurs diesem Thema. Sie stellten Engel und andere Figuren her.

Die Initiantin des Steinacher Ferienpasses, Andrea Näf, blickt ebenfalls erfreut auf die Anfänge zurück. Ihr war es ein Bedürfnis, etwas für jene Kinder zu organisieren, die im Herbst nicht in den Ferien sind. Sie erinnert sich: «Ein erstes Gespräch fand in der Badi unter Kolleginnen statt. Die Idee stiess auf offene Ohren. Zu fünft schritten wir dann zur Tat.» Schon bei der ersten Auflage sei es zu einem Ansturm durch die Kinder gekommen. Und nicht zu vergessen sei der Goodwill seitens der Politischen Gemeinde und der beiden Kirchgemeinden gewesen, die ihnen bei Bedarf die Räumlichkeiten stets gratis zur Verfügung gestellt hätten.

Wenn in der Gründerzeit das Ganze ohne Vereinsstrukturen funktionierte, so hat sich das bis heute nicht geändert. Oberstes Ziel war damals wie heute, den Kindern mit der Organisation der Veranstaltungen und Kurse Freude zu bereiten. Protokolle schreiben und die Wahl eines Vorstandes liegt den Beteiligten fern, Hauptsache, die Arbeit klappt.

Vollzähliges OK ist für die Durchführung wichtig

Anita Oertle ist im heutigen Team der sieben Frauen jene Person, bei der die Fäden zusammenlaufen. Sie betont, dass es wichtig gewesen sei, auf den jüngsten Ferienpass hin wieder ein komplettes Team zur Verfügung zu haben. «Tatsächlich ist es nicht einfach, genügend Personen zu finden, die bei der Organisation mitmachen.» 83 Mädchen und Buben schrieben sich 2016 für einen oder mehrere Kurse ein. «Wir sind zufrieden mit der Anzahl Anmeldungen für die über 40 verschiedenen Angebote», erklärt Anita Oertle.