«Sie zogen singend durchs Dorf»

SULGEN. Seit 30 Jahren begeistert das Thurgauer Gesangs- und Bläserquartett «four for you» mit seinen Auftritten. Am Sonntag gaben sie ihr Jubiläumskonzert in der evangelischen Kirche in Sulgen.

Ramona Riedener
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Die Gruppe «four for you» verwandelt das Kirchenschiff in eine Konzertbühne. (Bild: Ramona Riedener)

Die Gruppe «four for you» verwandelt das Kirchenschiff in eine Konzertbühne. (Bild: Ramona Riedener)

1985 trafen sich im Mondschein vier junge Männer auf der Thurbrücke. Weil sie kein Geld hatten, um ins Wirtshaus zu gehen, sahen sie sinnierend der fliessenden Thur zu. Das Wasser inspirierte die vier zum Singen. Und sie zogen singend durchs Dorf und verdienten sich die nötigen Batzen für die eine und andere Runde.

Frei erfunden

«Die Geschichte ist frei erfunden. Doch so könnte es gewesen sein, als sich das Quartett zusammentat», sagt Christoph Stäheli, Co-Präsident des Kulturvereins Steinacker, der zusammen mit der Evangelischen Kirchgemeinde Sulgen zum Jubiläumskonzert eingeladen hat.

Die vier Musiker, die seit 30 Jahren nicht nur auf den Instrumenten sondern auch mit ihrem Gesang begeistern, sind Peter Huser und Fredy Schweizer (Trompete), sowie Jörg Fässler und Richard Schöb (Euphonium). Die vier lernten in der Jugend ihr Instrument, spielten in verschiedenen Ensembles und heute noch aktiv im Musikverein Kradolf-Schönenberg. Das Gesang- und Bläserensemble überzeugt mit seinem umfangreichen Repertoire aus klassischen Werken, gehobener Unterhaltungsmusik und dem A-cappella-Stil aus den 20er-Jahren. Einen Querschnitt durch die drei letzten Jahrzehnte erlebte das zahlreiche Publikum an diesem Abend.

Musikalischer Querschnitt

Nach einem Geburtstagsständli folgte ein beschwingtes Gospel-Medley, bei dem es schwerfiel, ruhig zu sitzen. Einen Stilwechsel gab es mit «There's a Meeting here Tonight» und «Mein kleiner grüner Kaktus», bevor es mit dem Trompetensolo «Die Post im Walde» weiterging. Weitere Highlights waren «Ameno», «Only you» und «Ewigi Liebi». Mit «Steinmandli-Juiz» wurde auch volkstümlich etwas geboten.