Sie wollen ein politisches Amt

Pius Bucher und Fredy Oettli wollen Gemeindeammann von Schönholzerswilen werden, Sandro Körber und Ernst Schärrer bewerben sich für den freien Sitz im Gemeinderat. Die vier Kandidaten stellten sich am Mittwoch der Bevölkerung vor.

Monika Wick
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Sie zeigten sich am Wahlpodium von ihrer besten Seite: Die Gemeindeammannkandidaten Fredy Oettli und Pius Bucher sowie die Bewerber für den Gemeinderat, Sandro Körber und Ernst Schärrer. (Bild: Monika Wick)

Sie zeigten sich am Wahlpodium von ihrer besten Seite: Die Gemeindeammannkandidaten Fredy Oettli und Pius Bucher sowie die Bewerber für den Gemeinderat, Sandro Körber und Ernst Schärrer. (Bild: Monika Wick)

SCHÖNHOLZERSWILEN. «Heute stehen für einmal nicht Zahlen im Vordergrund, sondern Menschen, die bereit sind, sich für die Gemeinde zu engagieren», sagte Erwin Greminger zu den etwa 70 Besuchern des Wahlpodiums vom Mittwochabend in der Mehrzweckhalle. Greminger ist Mitglied eines siebenköpfigen Wahlkomitees, das von der Gemeinde den Auftrag erhielt, für den per Ende September frühzeitig zurücktretenden Gemeindeammann Hans Möckli einen Nachfolger zu finden. Ebenfalls neu besetzt werden muss der Sitz von Gemeinderat Daniel Lemmenmeier. Er ist aus gesundheitlichen und privaten Gründen bereits aus dem Gemeinderat ausgeschieden.

Erfolgreiche Suche

»Unser Ziel war, wenn möglich einheimische Personen für die zu besetzenden Ämter zu gewinnen», sagte Greminger. Die Suche wurde rasch von Erfolg gekrönt (die Thurgauer Zeitung berichtete). Für das Amt als Gemeindeammann stellen sich der 49jährige Pius Bucher und der zwölf Jahre ältere Fredy Oettli zur Verfügung. Künftig im Gemeinderat mitarbeiten wollen Sandro Körber und Ernst Schärrer. Alle Kandidaten sind in der Gemeinde Schönholzerswilen wohnhaft.

Pius Bucher ist seit sieben Jahren im Gemeinderat. «Mit bald fünfzig Jahren ist die Zeit für eine neue Herausforderung gekommen. Ausserdem liegt mir Schönholzerswilen sehr am Herzen», sagte Bucher.

An der Zeit sollte es nicht fehlen

Auch Fredy Oettli ist im Dorf eine bekannte Persönlichkeit. 2011 ist er nach neunzehnjähriger Amtszeit aus dem Gemeinderat zurückgetreten. «An der Gemeindepolitik habe ich aber immer noch grosse Freude. Ausserdem habe ich dank meiner Frühpensionierung genügend Zeit für dieses Teilzeitamt.»

Jüngster Kandidat ist Sandro Körber aus Habisreuti. 1991 ist er mit seiner Familie in das kleine Dorf «enet em Tobel» gezogen. Seinen Wohnort sieht er als Vorteil für das Gemeinderatsamt. «Das bietet mir eine geographische Neutralität. Ich kann die Dinge von einer objektiven, neutralen Warte aus beurteilen», erklärte er. Ab dem Spätsommer arbeitet Körber am Bundesverwaltungsgericht in St. Gallen. «Mein Arbeitgeber ist über mein Vorhaben informiert und würde eine Tätigkeit im Gemeinderat befürworten und mir die nötige Zeit zur Verfügung stellen», sagte der 28Jährige. Dass es nicht einfach wird, sich Zeit für eine Gemeinderatstätigkeit freizuschaufeln, ist sich Ernst Schärrer bewusst. «Ich habe immer zu viel Arbeit und zu wenig Zeit», sagte der Inhaber einer Schreinerei. «Dank eines neuen Mitarbeiters kann ich aber gut einmal für ein paar Stunden weg.»

Wahl am 18. Mai

Für die Gemeinderatstätigkeit könne er aus einem grossen Erfahrungsschatz aus verschiedenen Tätigkeiten in der Baubranche oder als Präsident des kynologischen Vereins in Weinfelden schöpfen, meinte der 50Jährige. Gemeindeammann Hans Möckli freute sich über das rege Interesse an der Veranstaltung. Die Wahlen finden am 18. Mai statt.

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