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«Sie hatte eine gewisse Coolness»

Die Tenniskarriere von Mirka Federer-Vavrinec ist im Thurgau viel beachtet worden. Der langjährige TZ-Sportjournalist Ruedi Stettler erinnert sich. Ruedi Stettler, wie haben Sie Miroslava Vavrinec kennengelernt?
Ruedi Stettler Sportjournalist, Frauenfeld (Bild: Nana do Carmo)

Ruedi Stettler Sportjournalist, Frauenfeld (Bild: Nana do Carmo)

Die Tenniskarriere von Mirka Federer-Vavrinec ist im Thurgau viel beachtet worden. Der langjährige TZ-Sportjournalist Ruedi Stettler erinnert sich.

Ruedi Stettler, wie haben Sie Miroslava Vavrinec kennengelernt?

Ich war 40 Jahre lang Sportredaktor bei der Thurgauer Zeitung. Mirka Vavrinec, die zunächst in Kreuzlingen spielte, hatte in den 90er-Jahren den Sprung zur internationalen Tenniselite geschafft. Ich habe in dieser Zeit mehrere Interviews mit ihr geführt.

Haben Sie die Tennisspielerin auch auf dem Platz erlebt?

Ja, sicher. Ich war fasziniert von ihrem Spiel. Sie war nie hektisch und blieb auch in brenzligen Situationen ruhig. Sie hatte eine gewisse Coolness. Auch stellte sie sich nie in den Vordergrund.

Es gab ja damals einen richtigen Tennisboom im Thurgau.

Ausser Mirka Vavrinec gab es im Thurgau noch andere aufstrebende Tennistalente. Vor allem unter den Männern. Allerdings hat keiner von denen den grossen Durchbruch geschafft.

Mirka Vavrinec hat immerhin an den Olympischen Spielen in Sydney gespielt.

Wir haben ihr in der Thurgauer Zeitung im Vorfeld der Spiele ein Porträt in unserem Olympia-Spezial gewidmet. Wir hatten gehofft, dass ihr in Sydney eine Überraschung gelingen werde. Leider kam sie nicht weit. Dennoch kann der Thurgau stolz auf Mirka Vavrinec sein.

Weshalb?

Es ist doch erstaunlich, dass der kleine Kanton Thurgau immer wieder Spitzensportler hervorbringt, die auf internationaler Ebene erfolgreich sind. Ich denke da an die Olympischen Spiele, die in wenigen Wochen in Brasilien ausgetragen werden. Mit der Beachvolleyballerin Isabelle Forrer, der Schützin Heidi Diethelm, dem Ruderer Nico Stahlberg, dem Leichtathleten Kariem Hussein und dem Radprofi Stefan Küng werden einige Thurgauer dabei sein.

Mirka Federer-Vavrinec ist auch heute noch an den grossen Tennisanlässen dabei.

Ich schaue mir oft die Übertragung der Tennis-Wettbewerbe an, an denen Roger Federer spielt. Und wenn dann die Kamera auf die Zuschauer-Tribüne schwenkt und Mirka Federer ins Bild rückt, dann denke ich jedes Mal: Vor Jahren habe ich mit dieser Frau geredet und über sie geschrieben. (ist)

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